Norton Cyber Security Insights Report 2017

Übermäßiges Vertrauen von Verbrauchern öffnet Cyberkriminellen die virtuelle Tür

Erfahren Sie im Norton Cyber Security Insights Report 2017, für den jedes Jahr über 21.000 Verbraucher weltweit befragt werden, wie sich das Wissen, das Verbraucher über Cyberkriminalität zu besitzen glauben, von ihrem unbedarften Online-Verhalten unterscheidet. 

Übermäßiges Vertrauen von Verbrauchern hat Hackern geholfen, den Einsatz zu erhöhen und Verbraucher in 20 Ländern um 172 Milliarden US-Dollar zu erleichtern

Verbraucher sind zuversichtlich, dass sie online sicher sind. Doch Hacker haben das Gegenteil bewiesen und konnten insgesamt 172 Milliarden US-Dollar (146,3 Milliarden Euro) bei 978 Millionen Verbrauchern in 20 Ländern stehlen. Der Bericht verzeichnet für Verbraucher weltweit einen durchschnittlichen Verlust von 142 US-Dollar pro Opfer sowie fast 24 Stunden (fast drei volle Arbeitstage) Zeitaufwand zur Behebung der Folgen. In Deutschland wurden mehr als 23 Millionen Verbraucher Opfer von Cyberkriminalität – mehr als ein Drittel aller deutschen Erwachsenen, die online aktiv sind.

Lesen Sie, wie Deutschland abgeschnitten hat

Gemeinsamkeiten der Opfer von Cyberkriminalität

Opfer von Cyberkriminalität haben weltweit ein ähnliches Profil. Sie besitzen fast doppelt so häufig "Smart Home"-Geräte wie Nichtbetroffene, haben jedoch blinde Flecken, wenn es um Grundlagen der Cybersicherheit geht. Opfer von Cyberkriminalität neigen beispielsweise dazu, für alle ihre Online-Konten dasselbe Passwort zu verwenden, sodass die Verwendung eines sicheren Passworts an Nutzen einbüßt. Doch selbst angesichts dieser riskanten Verhaltensweisen melden 39 Prozent der von Cyberkriminalität betroffenen Personen, sie hätten jetzt mehr Vertrauen in ihre Fähigkeit, ihre Daten und persönlichen Informationen zu schützen. 33 Prozent waren sogar überzeugt, bei ihnen bestünde nur ein geringes Risiko1, dass sie Opfer von Cyberkriminalität würden.

1 Die Zuschreibung des Risikos von Cyberkriminalität durch die Befragten basiert auf ihren persönlichen Überzeugungen und ihrer Definition von Cyberkriminalität.

Wie Verbraucher die Grenze zwischen Cyberkriminalität und dem "wirklichen Leben" verzerren

81 Prozent der Verbraucher weltweit meinen, Cyberkriminalität sollte als Straftat behandelt werden. Bei Hinterfragen dieser Ansicht offenbarten sich allerdings Widersprüche. Mehr als jeder fünfte Verbraucher weltweit (22 %) hielt das Stehlen von Informationen online für weniger schlimm als den Diebstahl von Eigentum im realen Leben. Als den Befragten Beispiele für moralisch fragwürdiges Online-Verhalten präsentiert wurden, glaubten 43 Prozent, mindestens eine Art von Handlung sei manchmal oder immer akzeptabel, etwa das Stehlen von personenbezogenen Daten einer anderen Person (15 Prozent) oder der Zugriff auf die Finanzkonten einer Person ohne deren Erlaubnis (15 %).

Wem vertrauen Verbraucher online den Schutz Ihrer persönlichen Informationen und Daten an?

Verbraucher gaben an, den Institutionen, die ihre persönlichen Daten und Informationen verwalten, allgemein zu vertrauen. Dabei gelten jedoch nicht alle Institutionen gleichermaßen als vertrauenswürdig.

Das Vertrauen von Verbrauchern weltweit in Organisationen, die ihre Daten und persönlichen Informationen verwalten, wie etwa Banken oder Finanzinstitute (82 Prozent) sowie Dienstleister, die Schutz vor Identitätsdiebstahl bieten (76 Prozent), hat zugenommen oder ist gleich geblieben. Dagegen gaben 41 Prozent der Verbraucher an, sie hätten Vertrauen in ihre Regierung verloren, was die Verwaltung ihrer Daten und persönlichen Informationen betrifft. Bei den Opfern von Cyberkriminalität gaben 39 Prozent ab, sie hätten jetzt mehr Vertrauen in ihre Fähigkeit, ihre Daten und persönlichen Informationen zu verwalten.

Sich auf die Grundlagen zu besinnen kann helfen, Cyberkriminalität zu verhindern

Die Realitäten von Cyberkriminalität können beängstigend sein, doch die folgenden Tipps zur Cybersicherheit können helfen.

  • Erstellen Sie ein sicheres, eindeutiges Passwort aus einer Phrase, d. h. einer Reihe von Wörtern, die Sie sich leicht merken können, die aber für andere schwer zu erraten sind. Je länger, desto besser!
  • Wenn Sie ungeschütztes WLAN nutzen, können Ihre persönlichen Daten möglicherweise von Fremden mitgelesen werden, die dasselbe Netzwerk nutzen. Vermeiden Sie in einem offenen WLAN-Netzwerk also alles, was mit der Weitergabe Ihrer persönlichen Daten verbunden ist. Wenn Sie doch einmal ein öffentliches WLAN-Netzwerk nutzen, setzen Sie ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) ein, um Ihre Verbindung zu schützen und Ihre Privatsphäre online zu wahren.
  • Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Standardpasswörter für alle mit dem Netzwerk verbundenen Geräte, wie etwa intelligente Thermostate oder WLAN-Router, während der Einrichtung zu ändern. Wenn Sie auf verschiedenen Geräten keine Internetfunktionen nutzen möchten, deaktivieren Sie den Fernzugriff als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme.
  • Überlegen Sie erst, bevor Sie unaufgefordert zugesandte Nachrichten und Anhänge öffnen, vor allem, wenn sie die Absender nicht kennen. Und klicken Sie niemals wahllos auf Links.
  • Installieren Sie auf allen Ihren Geräten eine leistungsstarke Sicherheitssoftware-Lösung für mehrere Plattformen, um sich besser vor den neuesten Bedrohungen zu schützen.

Wie wir Cyberkriminalität definieren

Die Definition von Cyberkriminalität entwickelt sich weiter, da regelmäßig neue Szenarien entstehen, in denen Cyberkriminelle Verbraucher auf neue Arten ins Visier nehmen können. Jedes Jahr beurteilen wir aktuelle Trends im Bereich Cyberkriminalität und aktualisieren die Methodik des Berichts nach Bedarf, um sicherzustellen, dass der Norton Cyber Security Insights Report eine genaue Momentaufnahme der Auswirkungen von Cyberkriminalität zum derzeitigen Stand liefert. Im Norton Cyber Security Insights Report wird Cyberkriminalität als eines oder mehrere der unten genannten Ereignisse definiert. Opfer von Cyberkriminalität sind Befragte, die bestätigt haben, dass mindestens eines dieser Ereignisse stattgefunden hat.


  • Hat einen Ransomware-Angriff erfahren
  • Es wurden Zahlungsinformationen vom Telefon gestohlen
  • Ist zum Opfer von Identitätsdiebstahl geworden
  • Hat Kredit- oder Debitkartenbetrug erfahren
  • Hat einen Online-Kauf getätigt, der sich als Betrugsmasche herausgestellt hat
  • Hat auf eine betrügerische E-Mail geklickt oder sensible (persönliche/finanzielle) Informationen als Antwort auf eine betrügerische E-Mail angegeben
  • Finanzdaten wurden als Folge von Online-Shopping kompromittiert
  • Hat ungewöhnliche Aktivität im WLAN-Heimnetzwerk festgestellt
  • Hat aufgrund eines nicht selbst geposteten Beitrags in sozialen Medien seine Arbeitsstelle verloren oder eine Beförderung nicht erhalten
  • Erhielt einen Anruf oder eine SMS, durch die Schadsoftware auf das Mobilgerät heruntergeladen wurde
  • Ein Gerät (Computer, Tablet oder Smartphone) wurde mit einem Virus oder einer anderen Sicherheitsbedrohung infiziert
  • Ist auf Betrug mit angeblichem technischen Support hereingefallen
  • E-Mail oder ein Profil in sozialen Netzwerken wurde gehackt bzw. es wurde unbefugt darauf zugegriffen
  • Ein Kontopasswort wurde kompromittiert
  • Jemand hat sich unerlaubt Zugriff auf ein "Smart Home"-Gerät verschafft
  • Nicht genehmigter Zugriff auf die standortbezogenen Informationen der Person
  • Wurde benachrichtigt, dass personenbezogene Daten von einer Datenpanne betroffen waren
  • WLAN-Heimnetzwerk wurde von anderen ohne Erlaubnis genutzt
  • Sicherheit wurde durch Online-Aktivität eines Kindes gefährdet
  • Hatte ein Kind, das online gemobbt wurde