Spam. Spam ist in mehrfacher Hinsicht das elektronische Pendant zu Werbebriefen und Werbeanrufen. Spam ist nicht nur ein unerwünschtes und lästiges Ärgernis, sondern ein inzwischen massives Problem, das die E-Mail-Systeme des Internets überschwemmt und kollabieren lässt. Ungefähr 80 Prozent des weltweiten E-Mail-Volumens gehen auf das Konto von Spam.

Spam ist in vieler Hinsicht ein größeres Problem als Werbepost und Werbeanrufe. Obwohl es sich bei einigen Spam-E-Mails einfach nur um unerwünschte, aber dennoch legitime Werbenachrichten handelt, ist die Mehrzahl weitaus bedrohlicher. Spam kann alles enthalten – vom betrügerischen Angebot bis zum bösartigen Code. Das Ziel bleibt jedoch immer dasselbe: Sie finanziell zu schädigen und Chaos auf Ihrem Computer anzurichten. Hier eine Auswahl der aktuellsten und am weitesten verbreiteten Spam-Bedrohungen:

  • Trojaner. Diese Dateien sind in E-Mail-Anhängen verborgen, die, sobald sie geöffnet werden, bösartigen Code installieren – in der Regel Spyware oder Viren – der darauf abzielt, Daten auf Ihrem PC zu stehlen oder zu vernichten.
  • Zombies. Diese Malware-Variante wird ebenfalls über einen E-Mail-Anhang eingeschleust. Zombies geht es jedoch darum, Ihren Computer in einen Server zu verwandeln, um Spam an andere PCs zu senden. Zombies sind auf dem Vormarsch und haben sich bereits auf sechs Prozent aller PCs in den USA eingenistet.
  • Phisher und Visher. Phisher versenden E-Mails, die versuchen, Nachrichten von seriösen Finanzinstituten oder anderen Unternehmen nachzuahmen, bei denen Sie tatsächlich Kunde sind. In E-Mails von Spam-Phishern werden Sie aufgefordert, eine gefälschte ("spoofed") Website aufzusuchen, um erneut Ihre Kreditkarte einzugeben oder Ihr Kennwort zu bestätigen. Visher werden Sie auffordern, sich telefonisch an sie zu wenden – um genau das zu tun, was auch die Phisher von Ihnen verlangen. Denken Sie daran, dass seriöse Unternehmen solche Anfragen nie per E-Mail an ihre Kunden richten.
  • Die guten alten Tricks. Auf Sie wartet weder ein Lotteriegewinn aus der Türkei noch wurden Sie von der ins Exil verbannten Ehefrau eines verstorbenen Staatsoberhauptes mit 10 Millionen US-Dollar bedacht – als Gegenleistung für die Preisgabe Ihrer Bankkontonummer. Seien Sie nicht enttäuscht. Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, dann ist es wahrscheinlich auch so.
  • Anstößige Inhalte. Es gibt eine große Zahl von Spam-Angeboten für sexuelle Hilfsmittel oder Anfragen, die Sie zwar durchschauen, Ihre Kinder aber nie zu Gesicht bekommen sollten.

Für Jung und Alt

Und apropos Kinder... vergewissern Sie sich, dass Ihre Kinder wissen, was Spam ist. Kinder sind heute so computererfahren, dass sie furchtlos auf alles klicken – auch auf Dinge, von denen sie sich fernhalten sollten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kinder keine E-Mails von Personen öffnen, die sie nicht kennen. Geben Sie ihnen zu verstehen, dass sie Anhänge nicht blind öffnen dürfen, da sie möglicherweise Spyware, Viren oder anstößige Inhalte in Umlauf bringen. Bitten Sie Ihre Kinder, Ihnen alle E-Mails, deren Absender sie nicht kennen, zu zeigen, bevor sie diese öffnen.

Wenn Sie befürchten, dass Ihre Kinder durch Inhalte in Spam-E-Mails Schaden nehmen, sollten Sie sich fragen, ob sie alt oder reif genug für ein eigenes E-Mail-Konto sind. Achten Sie bei jüngeren Kindern darauf, die Einstellungen für den Spam-Ordner in deren E-Mail-System festzulegen, und überprüfen Sie die Betreffzeilen ihrer eingehenden E-Mail-Nachrichten, wenn sich die Kinder einloggen.

Die Spam-Liste

Verhindern Sie durch unauffälliges Verhalten, dass Ihre E-Mail-Adresse auf einer Spam-Liste landet. Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse in einem Online-Forum veröffentlichen oder anderen in einer Nachricht mitteilen, sollten Sie versuchen, die Adresse zu verbergen, um von Spammern verwendete automatisierte Tools auszutricksen. Geben Sie beispielsweise anstelle von marian@norton.com "marian at-zeichen Norton punkt com" oder "marian at-Zeichen n0rt0n d0t c0m" ein.

Erstellen Sie eine E-Mail-Adresse nur für Ihre Online-Einkäufe und eine weitere nur für Ihre Korrespondenz. Kostenlose Internet-E-Mail-Konten machen es einfach, mehrere Konten zu erstellen, um die Anzahl der Spam-E-Mails in Ihrem Hauptkonto zu begrenzen.

Wie Sie sich schützen können

Es gibt bisher noch keine Liste zum Schutz vor unerwünschter E-Mail. Und solange es die nicht gibt, müssen Sie das Spam-Problem selbst in die Hand nehmen. Glücklicherweise gibt es gute Tools, die Sie dabei unterstützen. Die meisten E-Mail-Programme beinhalten Filter, die Spam erkennen und isolieren. Viele Internet Service Provider filtern Spam-E-Mails heraus, so dass diese nie Ihren PC erreichen. Doch um wirklich umfassend gegen Spam geschützt zu sein, müssen Sie eine Sicherheitssoftware wie Norton™ Internet Security oder Norton 360™ installieren. Diese Lösungen filtern, erkennen und blockieren Spam und eliminieren Viren und Spyware, die sich möglicherweise bereits auf Ihrem PC befindet.

Sollte Spam durch das Raster dieser Filter fallen, folgen Sie dem einfachsten Ansatz zum Umgang mit verdächtigen E-Mails: Drücken Sie einfach die Löschtaste.