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Schützen Sie Ihre Kinder vor den neuesten Cyberbullying-Trends

Elizabeth Wasserman

Wir alle haben in den Nachrichten von rüpelhaften Schülern gehört, deren aggressives und ausfallendes Benehmen inzwischen ganz neue Dimensionen angenommen hat. Nicht nur geraten einige Jugendliche nach Schulschluss in Prügeleien, einige planen sogar im Voraus gewalttätige Konfrontationen, damit ihre Kumpel den Angriff aus nächster Nähe auf Video festhalten können. Um das Ganze auf die Spitze zu treiben, wird das Prügelvideo anschließend ins Internet gestellt, damit die Angreifer damit prahlen können.

Diese so genannten "Cyber-Mobbing"-Videos sind alles andere als ein Dummejungenstreich. Diese Videos, die überall im Internet auftauchen – auf populären Websites wie YouTube genauso wie auf eher zwielichtigen Websites, von denen die meisten Eltern noch nie gehört haben – sind eine neue gewalttätige Variante des Mobbing unter Kindern. Kinder werden doppelt schikaniert – zunächst durch den eigentlichen Übergriff und danach erneut durch die öffentliche Erniedrigung, die sie erleiden, wenn das Video im Internet für alle Klassenkameraden und für die ganze Welt sichtbar wird.

"Eltern müssen wissen, dass sie in unserer Gesellschaft für den Schaden haftbar gemacht werden können, den ihre Kinder durch ihr Handeln oder durch das, was sie online veröffentlichen, verursachen", erklärt Nancy Willard, Autorin von "Cyber-Safe Kids, Cyber-Savvy Teens: Helping Young People Learn to Use the Internet Safely and Responsibly" (Jossey-Bass) und Executive Director des Center for Safe and Responsible Internet Use. "Deshalb sollten alle Eltern dem Tun ihrer Kinder – nicht nur im wirklichen Leben, sondern auch online – mehr Aufmerksamkeit schenken."

Opfer, Täter und auch Zuschauer sollten einiges über Cyber-Mobbing wissen. Hier sind einige Tipps:

1. Ergreifen Sie die Initiative, wenn Ihr Kind zum Opfer wird. Wenn Ihr Kind in einem Cyber-Mobbing-Video bloßgestellt wurde, sollten Sie umgehend folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Laden Sie das Video herunter, und wenden Sie sich an die Polizei. "Vergessen Sie nicht, die Beweise zu sichern", rät Nancy Willard. Laden Sie eine Kopie des Videos herunter, und speichern Sie es auf CD oder DVD. Das Video kann im Rahmen eines Gerichtsverfahrens oder vor einem Jugendrichter für sich selbst sprechen und dazu beitragen, dass der oder die Täter strafrechtlich belangt werden.

  • Veranlassen Sie, dass das Video aus dem Netz genommen wird. Wenn der Täter im Video oder mithilfe von Benutzerinformationen auf einer Website wie YouTube identifiziert werden kann, wenden Sie sich per Einschreiben an die Eltern des Täters. Der Brief könnte folgenden Wortlaut haben: "Dieses Material wurde von Ihrem Kind im Internet veröffentlicht. Wenn Sie das Material nicht umgehend entfernen, werden wir weitere Schritte in die Wege leiten." Wenden Sie sich außerdem an die Betreiber der Website, auf der der Videoclip veröffentlicht wurde. YouTube und MySpace nehmen solches Material nach entsprechender Benachrichtigung aus dem Netz. Besprechen Sie mit einem Anwalt rechtliche Schritte, falls diese Maßnahmen erfolglos sind.

  • Wenden Sie sich an die Schulleitung. Wenn der Übergriff auf dem Schulgelände stattgefunden hat oder Ihr Kind als Folge des Vorfalls unter einem negativen Schulumfeld zu leiden hat, sollten Sie die Schulleitung über alle Einzelheiten des Vorfalls unterrichten. "Die Schulleitung hat dafür zu sorgen, dass Ihr Kind in der Schule sicher ist", so Nancy Willard. Eltern sollten sich zudem vergewissern, dass ihr Kind ausreichend geschützt ist.

2. Sensibilisieren Sie Kinder dafür, dass Cyber-Mobbing unrecht ist. Neue Studien zur Gehirnentwicklung Jugendlicher haben gezeigt, dass die Entwicklung des Gehirnbereichs, der riskantes Verhalten steuert, erst im frühen Erwachsenenalter abgeschlossen ist. "Es ist also nie zu spät, dass Sie mit Ihren Kindern darüber sprechen, warum Cyber-Mobbing Schaden zufügt und wie es gestoppt werden kann", so Nancy Willard. Wenn Ihr Kind der Täter ist und kein Verständnis zeigt, machen Sie ihm klar, dass Cyber-Mobbing-Videos im Internet ewig erhalten bleiben und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können, einschließlich Haftstrafen in einer Jugendstrafanstalt oder im Gefängnis. Auch die Chance auf einen Studien- oder Arbeitsplatz kann durch ein solches Video auch noch nach Jahren zunichte gemacht werden. Wenn Ihr Kind als Dritter beteiligt war, ermutigen Sie es, mit Ihnen oder anderen Erwachsenen über die Existenz solcher Videos zu sprechen.

3. Überwachen Sie die Online-Aktivitäten Ihres Kindes. Die meisten Jugendlichen haben in der Schule oder zu Hause Zugriff auf das Internet. Sobald sie dann ein Studium beginnen, haben sie uneingeschränkten Online-Zugang. Es ist deshalb in Ihrem Interesse, Ihren Kindern den richtigen Umgang mit den verschiedensten Facetten des Internets – den guten wie den schlechten – beizubringen. Zahlreiche Websites bieten Eltern Aufklärung und Beratung dazu, wie sie die Online-Aktivitäten ihrer Kinder im Auge behalten können. Die von mehreren Technologieunternehmen unterstützte Online-Organisation GetNetWise gibt einen Überblick über die Risiken, denen Kinder im Internet ausgesetzt sind, und unterstützt Eltern dabei, Strafverfolgungsbehörden ausfindig zu machen, die vermutlichen Internet-Straftaten auf den Grund gehen. Die gemeinnützige Online-Organisation WiredSafety ist eine Informationsquelle für Eltern, Erzieher und Kinder. Sie vermittelt Kenntnisse und Ratschläge zu Online-Gefahren, unterstützt Opfer und stellt Hilfsangebote für die Verhinderung von Straftaten bereit. Eine weitere gemeinnützige Online-Quelle ist ConnectSafely. Auf dieser Website erfahren Eltern und Kinder, wie sie das enorme Angebot an neuen Internet-Tools wie Blogs und Social Networking-Websites nutzen können, ohne in Schwierigkeiten zu geraten.

"Erst wenn andere Kinder sich gegen Cyber-Mobbing stellen und ihre Stimme dagegen erheben, besteht für uns überhaupt eine Chance, dieses Problem in den Griff zu bekommen", so Nancy Willard, die selbst Mutter von drei Teenagern ist.

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