Privatsphäre

Warum man sich online mit Internetsicherheitssoftware schützen sollte


Verfasst von einem Mitarbeiter von Symantec

 

Phishing, Viren, Hacking, unbefugte WLAN-Mitbenutzung, Manipulationstechniken – sich im Jahr 2019 online effektiv zu schützen, ist nicht einfach und erfordert eine völlig neue Denkweise.

Noch vor 10 Jahren konnte man das Risiko eindämmen, indem man einfach offline blieb. Doch immer weniger Tätigkeiten und Interaktionen kommen völlig ohne Internetverbindung aus.

Die Anzahl der Besorgungen, für die ein Internetanschluss nötig ist, wächst von Tag zu Tag. Damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Vielzahl alltäglicher Aufgaben wie Einkaufen, Bankgeschäfte, Kommunikation und Interaktion mit Behörden und Unternehmen im Internet erledigen.

Hier sind einige der häufigsten Online-Sicherheitsrisiken und Tipps, wie Sie sich am besten davor schützen können.

Phishing

Phishing bezeichnet den betrügerischen Versuch, sich Informationen oder Zugriffsrechte einer Person zu erschleichen – in der Regel über gefälschte E-Mails. Diese Daten können dann verwendet werden, um Straftaten zu begehen oder Schadsoftware zu verbreiten. Phishing ist ein alter Hut – man denke nur an die Vielzahl spendabler Prinzen, die es gar nicht abwarten können, Sie mit Geld zu überhäufen. Doch moderne Phishing-Versuche sind weitaus raffinierter.

In der Regel sind sie als E-Mail, SMS oder Website-Popup getarnt – dem Anschein nach von einer Firma oder Person, der Sie vertrauen. Wenn Sie die Nachricht öffnen, werden Sie üblicherweise aufgefordert, persönliche Daten (Informationen) preiszugeben oder auf einen Link zu klicken bzw. eine Datei herunterzuladen (Schadsoftware).

Vorbeugung gegen Phishing

Phishing lässt sich am besten vermeiden, indem Sie erst einmal gründlich nachdenken, wenn Sie eine Anfrage erhalten. Schickt Ihnen dieses Unternehmen normalerweise E-Mails? Haben Sie dort überhaupt ein Konto? Ist dies die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, die Sie bei dieser Firma zur Kontaktaufnahme hinterlegt haben?

Seien Sie überaus misstrauisch, wenn Sie in einer E-Mail zu einer Handlung aufgefordert werden – zum Beispiel jemanden anzurufen, sich bei Ihrem Konto einzuloggen, eine Datei herunterzuladen oder auf einen Link zu klicken. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Nachricht dringliche oder dramatisch klingende Formulierungen enthält – Phishing-E-Mails versuchen, bei Ihnen Panik zu erzeugen und Sie zu unbedachten Handlungen zu provozieren.

Wenn Sie tatsächlich auf einen Link klicken oder eine Datei herunterladen, sollte Ihre Security-Lösung Alarm schlagen und Sie vor den Gefahren warnen. Greift ein Unbekannter mit Ihren Daten auf ein Konto oder einen Online-Service zu, wird er in der Regel aufgehalten, sofern Multifaktor-Authentifizierung aktiviert ist: Bei dieser Zugriffsmethode sind zwei oder mehr Schritte nötig, um sich bei einem Konto einzuloggen.

Hacking

Hacking ist ein interessantes Beispiel. Der Begriff wird nahezu gleichbedeutend mit "Internetkriminalität" gebraucht, dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass man als Einzelperson einem Hackerangriff zum Opfer fällt, sehr gering. Viele Hacker sind Profis, die es auf hochkarätige Ziele abgesehen haben.

Dass der durchschnittliche Computernutzer normalerweise nicht ins Fadenkreuz gerät, liegt auf der Hand. Anders sieht die Sache aus, wenn Unternehmen gehackt werden, mit denen Sie in einer Geschäftsbeziehung stehen. In diesem Fall spricht man von einer "Datenpanne" und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie oder Bekannte schon einmal von einem solchen Vorfall in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei einer Datenpanne werden Ihre Daten Dritten offengelegt, die sie wiederum für eigene Zwecke missbrauchen.

Ein Unternehmen, das Opfer einer Datenpanne wurde, kontaktiert Sie in der Regel, um Sie darüber zu informieren, wie Sie Ihre Daten absichern können. Vorfälle dieser Art, so ärgerlich sie auch sein mögen, sind heutzutage weit verbreitet. Sie können wenig dagegen tun, außer jeweils separate Passwörter für verschiedene Konten zu verwenden und bei der Wahl der Unternehmen, mit denen Sie Geschäfte abwickeln, darauf zu achten, dass diese größten Wert auf Online-Sicherheit legen.

Schadsoftware

Schadprogramme und Viren gehören zur alten Garde der Online-Bedrohungen und stellen nach wie vor ein erhebliches Risiko für Internetnutzer dar. Die meisten von ihnen werden – heute wie damals – über infizierte Dateien oder bösartige Links eingeschleust. Ihre Wirkungsweise hat sich hingegen durchaus verändert.

Viele moderne Viren folgen buchstäblich der Spur des Geldes: Sie befehlen Ihrem Computer, Vorgänge auszuführen, durch die sie Gewinn machen. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur darum, Chaos zu verursachen. Ein gutes Beispiel hierfür ist "Cryptojacking" oder "Pharming", bei dem Ihr Gerät in einen Zombie-Computer verwandelt wird, der im Auftrag einer anderen Person Kryptowährungen schürft.

Schadprogramme sind ziemlich hinterlistig und verbergen sich oft an den unscheinbarsten Orten. Viren können getarnt in augenscheinlich harmlosen Apps aus dem App Store, albernen Website-Popups oder gar gefälschten Spielen lauern, die Ihre Kinder versehentlich herunterladen.

Vorbeugung gegen Schadprogramme

Ohne Zweifel können Sie Ihr Gerät am besten vor Schadsoftware schützen, indem Sie dafür sorgen, dass ein aktuelles Sicherheitsprogramm darauf installiert ist. Außerdem sollten Sie auch die Geräte aktualisieren, da ältere Geräte und Betriebssysteme einfacher zu infizieren sind.

Verhalten Sie sich vorsichtig und halten Sie auch Ihre Familie zu umsichtigem Verhalten an. Klicken Sie niemals auf Popups und lesen Sie sich App-Beschreibungen sorgfältig durch, um sich davon zu überzeugen, dass sie legitim und seriös klingen. Nur weil sich etwas als eine App, ein Programm oder ein Spiel ausgibt, muss dies nicht der Wahrheit entsprechen. Achten Sie daher auf kontextbezogene Hinweise, beispielsweise in der Produktbeschreibung, in Bewertungen, in der URL und im Download-Link, um sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um das gewünschte Produkt handelt – selbst auf offiziellen Websites oder Stores.

WLAN-Bedrohungen

Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit WLAN lassen sich in zwei klar getrennte Kategorien unterteilen: die Risiken, denen Sie zu Hause ausgesetzt sind (unbefugte Mitbenutzung und Hacking), und die Risiken, mit denen Sie im öffentlichen WLAN konfrontiert werden.

Zu Hause

In Ihren eigenen vier Wänden besteht die Gefahr, dass jemand Ihr WLAN "hackt". Im besten Fall haben es die Eindringlinge lediglich darauf abgesehen, Ihre schnelle Verbindung kostenlos zu nutzen, im schlimmsten Fall versuchen sie, sich über Ihr WLAN Zugriff auf Ihren Computer, Ihr Mobiltelefon oder Ihr Heimnetzwerk zu verschaffen. In beiden Szenarien hilft glücklicherweise eine einfache Maßnahme: gute, sichere Passwörter und Schutz auf dem neuesten Stand. Erstere verhindern mit etwas Glück alle Versuche, Zugriff zu erlangen, und letzterer erkennt Eindringlinge, wenn es ihnen doch gelingt.

Im öffentlichen WLAN

Unterwegs sollten Sie öffentliches WLAN nach Möglichkeit meiden. Sollten Sie doch einmal in der Öffentlichkeit online gehen, bedenken Sie, dass Sie eine fremde WLAN-Verbindung nutzen (diese mag "Starbucks Free Wi-Fi" heißen, doch das sagt noch nichts über den tatsächlichen Betreiber aus): Alle Informationen, die Sie über diese Verbindung übertragen, passieren den Computer eines Fremden – Ihre Bankdaten, E-Mails, Website-Logins usw.

Dies können Sie verhindern, indem Sie ein mobiles oder traditionelles VPN installieren, das eine Barriere zwischen Ihren Aktivitäten und dem Provider des WLAN-Netzes errichtet. Ohne VPN bleibt Ihnen nichts weiter übrig, als Ihr Sicherheitspaket zu aktivieren, die Daumen zu drücken und sich auf keinen Fall bei Ihrem Online-Banking-Portal einzuloggen.

Online-Sicherheit

Bei der Online-Sicherheit geht es vor allem darum, auf breiter Front wachsam zu sein und proaktiv zu handeln.

Unfälle und Zwischenfälle können natürlich trotzdem vorkommen, doch dasselbe gilt auch für unser reales Leben und – wie sich immer deutlicher zeigt – schrumpft die Kluft zwischen unserem Online- und Offline-Leben mit jedem Tag.

Kurzum: Sie benötigen Internetsicherheitssoftware, da Hacker und Cyberkriminelle einen ergiebigen Fundus immer neuer Tricks parat haben. Online-Bedrohungen sind gefährlich, doch sie können mit fünf einfachen Maßnahmen vermieden werden:

  1. Setzen Sie nach Möglichkeit Sicherheitssoftware ein.
  2. Nutzen Sie einen Passwort-Manager, um sichere Passwörter zu generieren.
  3. Aktivieren Sie Multifaktor-Authentifizierung (Zwei-Faktor-Authentifizierung), wann immer dies möglich ist.
  4. Meiden Sie öffentliches WLAN.
  5. Verhalten Sie sich vorsichtig und halten Sie auch Ihre Familie an, umsichtig zu handeln.

Ein leistungsstarkes Sicherheitspaket kann zum Schutz Ihres Geräts beitragen. Umsichtiges Online-Verhalten ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Doch ein Sicherheitspaket ist eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme, mit der Sie Ihre wertvollen Informationen nachhaltig schützen können.


Ausschlüsse und Verweise:
Symantec Corporation, einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Cybersicherheit, unterstützt Unternehmen, Behörden und Privatanwender beim Schutz ihrer wichtigsten Daten, wo immer sich diese befinden. Mehr als 50 Millionen Personen und Familien verlassen sich auf die umfassende Norton- und LifeLock-Plattform für digitale Sicherheit von Symantec, die ihnen hilft, ihre personenbezogenen Daten, Geräte, Heimnetzwerke und ihr digitales Leben zu schützen.

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