Öffentliche vs. private IP-Adresse: Das sind die Unterschiede

IP-Adressen machen Geräte im Internet auffindbar und leiten Daten an das richtige Ziel. Um Ihnen jedoch eine sichere und effiziente Verbindung zu ermöglichen, sind einige IP-Adressen öffentlich, andere hingegen privat. Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen und wie selbst Ihre öffentliche IP-Adresse mithilfe eines VPN privat bleibt.

Eine Frau versucht herauszufinden, was ihre öffentliche und ihre private IP-Adresse ist.

Was ist eine öffentliche IP-Adresse?

Eine öffentliche IP-Adresse ist eine eindeutige Kennung, die ein Internet Service Provider (ISP) einem Gerät, wie einem Router oder Server, zuweist, wodurch es über das Internet kommunizieren kann. Diese IP-Adressen sind global eindeutig und öffentlich zugänglich, wodurch der Datenaustausch zwischen Ihrem Netzwerk und externen Systemen über TCP/IP-Protokolle ermöglicht wird.

Da öffentliche IP-Adressen jedoch im Internet sichtbar sind, können sie verwendet werden, um den ungefähren geografischen Standort eines Geräts zu ermitteln. Um die Privatsphäre einzelner Netzwerknutzer zu schützen, teilen sich mehrere Geräte innerhalb eines lokalen Netzwerks häufig eine einzige öffentliche IP-Adresse, die vom Router bereitgestellt wird, und nutzen dabei private IP-Adressen für die interne Kommunikation innerhalb des lokalen Netzwerks.

Was ist eine private IP-Adresse?

Eine private IP-Adresse, auch als lokale IP-Adresse bekannt, wird von einem Router an Geräte innerhalb eines Heim-, Büro- oder öffentlichen WLAN-Netzwerks vergeben. Im Gegensatz zu öffentlichen IP-Adressen, die im Internet sichtbar sind, funktionieren private IP-Adressen nur innerhalb des lokalen Netzwerks. Da sie nicht global eindeutig sein müssen, können dieselben privaten IP-Bereiche in verschiedenen Netzwerken ohne Konflikte verwendet werden.

Jedes Gerät in einem Netzwerk erhält jedoch eine eindeutige private IP-Adresse, sodass der Router Datenübertragungen effektiv verwalten kann. Auf diese Weise können LAN-Verbindungen zwischen Netzwerkgeräten hergestellt und gewährleistet werden, dass externer Datenverkehr, der über die öffentliche IP-Adresse eingeht, an den richtigen einzelnen Computer, das richtige Telefon oder das richtige IoT-Gerät weitergeleitet wird.

Fünf wesentliche Unterschiede zwischen einer öffentlichen und einer privaten IP-Adresse

Der Unterschied zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen besteht nicht nur in ihrer Sichtbarkeit. Obwohl beide Typen eine Rolle bei der Datenübertragung spielen, erfüllen sie unterschiedliche Zwecke, arbeiten in verschiedenen Umgebungen und weisen unterschiedliche technische Parameter auf.

 

Öffentliche IP-Adresse

Private IP-Adresse

Stellt eine Verbindung zum globalen Internet her

Stellt eine Verbindung zu Ihrem lokalen Netzwerk her

Ermöglicht den Website-Zugriff und die Kommunikation über Netzwerke

Ermöglicht die Kommunikation zwischen Geräten im selben Netzwerk

Großer Bereich an numerischen Adressen

Enger Adressbereich

Zu Benutzer oder Internetanbieter zurückverfolgbar

Eingeschränkte Rückverfolgbarkeit

Niedrige Sicherheit

Höhere Sicherheit

Hier ist ein tieferer Einblick in die fünf wichtigsten Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen:

1. Umfang

Öffentliche IP-Adressen haben einen globalen Geltungsbereich und ermöglichen es Ihnen, eine direkte Verbindung mit anderen öffentlichen IP-Adressen im gesamten Internet herzustellen, einschließlich Websites und Cloud-Ressourcen. Private IP-Adressen hingegen sind auf lokale Netzwerke beschränkt und nur innerhalb dieses Netzwerks sichtbar. Während jeder Ihre öffentliche IP-Adresse sehen kann, ist die private IP-Adresse nur für diejenigen sichtbar, die mit Ihrem lokalen Netzwerk verbunden sind.

2. Zweck

Öffentliche und private IP-Adressen dienen unterschiedlichen Zwecken innerhalb des Netzwerks. Eine öffentliche IP-Adresse ist global eindeutig und ermöglicht es Geräten, über das Internet zu kommunizieren, indem der Internetverkehr an den richtigen Server oder das richtige lokale Netzwerk weitergeleitet wird. Im Gegensatz dazu wird eine private IP-Adresse innerhalb lokaler Netzwerke verwendet, um eine sichere interne Kommunikation zu gewährleisten und gleichzeitig abgetrennt vom allgemeinen Internet zu sein. Diese Trennung hilft dabei, Sicherheit, Weiterleitungen und Netzwerkeffizienz zu verwalten.

3. Bereiche

Zur Vermeidung von Konflikten verwenden öffentliche und private IP-Adressen unterschiedliche Adressbereiche – zusammenhängende Blöcke von IP-Adressen, die Geräten innerhalb eines Netzwerks zugewiesen werden können. ISPs erhalten große Mengen öffentlicher IP-Adressen von regionalen Organisationen wie der RIPE NCC. Sie weisen diese öffentlichen IP-Adressen Kunden (wie Privathaushalten, Unternehmen oder Rechenzentren) für ihre mit dem Internet verbundenen Geräte zu.

Private IP-Bereiche, die für lokale Netzwerke reserviert sind, werden von Ihrem Router aus einem begrenzten Bereich zugewiesen, der von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) festgelegt wurde. Sie können ohne Konflikte in mehreren Netzwerken wiederverwendet werden, da sie außerhalb des lokalen Netzwerks nicht sichtbar sind. Private IP-Adressen können über DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) dynamisch verteilt werden, wodurch sichergestellt wird, dass jedes Netzwerkgerät eine eindeutige Adresse erhält und gleichzeitig die Nutzung des Adressraums optimiert wird.

Das bedeuten die spezifischen IP-Adressbereiche für eine private IP-Adresse:

10.0.0.0 – 10.255.255.255
Dieser Bereich ermöglicht über 16 Millionen IP-Adressen und wird häufig in Netzwerken von Konzernen oder großen Einrichtungen verwendet, die Tausende von Geräten in ihrem lokalen Netzwerk haben.

172.16.0.0 – 172.31.255.255
Dieser als 172.16/12-Block bekannte Bereich kann etwa 1 Million eindeutige Adressen bereitstellen und wird typischerweise in mittelgroßen Netzwerken etwa von Schulen, Universitäten und Unternehmen verwendet.

192.168.0.0 – 192.168.255.255
Dieser Bereich unterstützt etwa 65.000 IP-Adressen und kommt hauptsächlich in Heim- und Kleinbüro-Netzwerken zum Einsatz, da diese keinen Zugriff auf eine große Anzahl eindeutiger Adressen benötigen.

4. Rückverfolgbarkeit

Öffentliche IP-Adressen sind global eindeutig und über das gesamte Internet zugänglich. Daher lassen sie sich einem bestimmten Benutzer oder einem bestimmten Unternehmen zuordnen, dem sie zugewiesen wurden. Auf diese Weise werden Informationen wie Ihr geografischer Standort, Ihre Identität und die damit verbundenen Online-Aktivitäten offenbart – es sei denn, Sie ergreifen Maßnahmen, um Ihre IP-Adresse zu verbergen.

Private IP-Adressen hingegen sind nicht öffentlich sichtbar und bieten ein höheres Maß an Datenschutz, weil sie es für Dritte schwieriger machen, Geräte oder einzelne Benutzer in einem lokalen Netzwerk zu identifizieren oder zu verfolgen. Aktivitäten, die mit privaten IP-Adressen verknüpft sind, können jedoch weiterhin innerhalb des lokalen Netzwerks verfolgt werden.

Einer der vielen Vorteile eines VPN wie Norton VPN besteht darin, dass es dazu beiträgt, Ihre Rückverfolgbarkeit in jedem Netzwerk zu begrenzen, indem Ihr gesamter Internetverkehr über einen VPN-Server durch einen verschlüsselten Tunnel geleitet wird. So bleiben Ihre Online-Aktivitäten verborgen und Ihre öffentliche IP-Adresse wird verschleiert.

5. Sicherheit

Da Geräte, denen eine öffentliche IP-Adresse zugewiesen wurde, direkt über das Internet zugänglich sind, haben sie ein erhöhtes Sicherheitsrisiko und können leichter z. B. von Malware, Packet-Sniffing und Session-Hijacking betroffen sein. Im Gegensatz dazu sind private IP-Adressen, sofern sie nicht über Portweiterleitung im Internet sichtbar werden, in der Regel durch Software-Firewalls, die auf Routern installiert sind, geschützt, wodurch sie für Hacker deutlich schwieriger anzugreifen sind.

So überprüfen Sie Ihre IP-Adresse und sehen, welchen Typ Sie verwenden

Um Ihre öffentliche IP-Adresse zu finden, suchen Sie einfach auf Google nach "Wie lautet meine IP-Adresse", und Ihre öffentliche IP-Adresse wird in einem Infofeld oben auf der Ergebnisseite angezeigt. Um aber zu prüfen, ob Ihr Gerät auch eine private IP-Adresse verwendet, müssen Sie in Ihren Geräteeinstellungen nachsehen.

Wenn die lokale IP-Adresse, die Sie in der Liste sehen, von der IP-Adresse abweicht, die für Google und andere Webdienste sichtbar ist, wissen Sie, dass Ihr Gerät teilweise hinter einer privaten IP-Adresse verborgen ist. Wenn Sie jedoch eine absolut sichere Online-Privatsphäre anstreben und auch Ihre öffentliche IP-Adresse verschleiern möchten, benötigen Sie ein VPN.

So können Sie Ihre IP-Adresse auf Windows- und Mac-Computern aufrufen:

Anzeigen der IP-Adresse unter Windows

Windows 11:

1. Öffnen Sie die Windows-Einstellungen, und wählen Sie Netzwerk und Internet > WLAN.

Das Fenster "Einstellungen" unter Windows 11, mit Hervorhebung von "Netzwerk und Internet" und dem WLAN-Pfeil.
Das Fenster "Einstellungen" unter Windows 11, mit Hervorhebung von "Netzwerk und Internet" und dem WLAN-Pfeil.
Das Fenster "Einstellungen" unter Windows 11, mit Hervorhebung von "Netzwerk und Internet" und dem WLAN-Pfeil.

2. Wählen Sie Ihr Netzwerk aus, scrollen Sie dann nach unten, und suchen Sie Ihre IPv4-Adresse.

Hervorhebung der IPv4-Adresse für ein Heimnetzwerk.
Hervorhebung der IPv4-Adresse für ein Heimnetzwerk.
Hervorhebung der IPv4-Adresse für ein Heimnetzwerk.

Windows 10:

1. Öffnen Sie die Windows-Einstellungen, und wählen Sie Netzwerk und Internet.

Das Fenster "Einstellungen" unter Windows 10, mit Hervorhebung von "Netzwerk und Internet".
Das Fenster "Einstellungen" unter Windows 10, mit Hervorhebung von "Netzwerk und Internet".
Das Fenster "Einstellungen" unter Windows 10, mit Hervorhebung von "Netzwerk und Internet".

2. Wechseln Sie zu WLAN, und wählen Sie Ihr Netzwerk aus.

Das Menü "WLAN" in den Einstellungen in Microsoft Windows.
Das Menü "WLAN" in den Einstellungen in Microsoft Windows.
Das Menü "WLAN" in den Einstellungen in Microsoft Windows.

3. Scrollen Sie nach unten zu Eigenschaften, wo Ihre lokale IP-Adresse unter IPv4-Adresse aufgeführt ist.

WLAN-Eigenschaftenmenü auf einem Windows-PC.
WLAN-Eigenschaftenmenü auf einem Windows-PC.
WLAN-Eigenschaftenmenü auf einem Windows-PC.

So zeigen Sie Ihre IP-Adresse auf einem Mac an

  1. Gehen Sie zu Systemeinstellungen, dann zu WLAN, und stellen Sie sicher, dass das Netzwerk korrekt ist.
  2. Wählen Sie Details aus, und scrollen Sie nach unten, um Ihre IP-Adresse anzuzeigen.

Verbergen Sie Ihre IP-Adresse mit Norton VPN

Machen Sie sich Sorgen, dass jede Ihrer Online-Aktivitäten verfolgt wird? Das Verbergen Ihrer öffentlichen IP-Adresse mit einem vertrauenswürdigen VPN, etwa von Norton, ist eine der besten Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre im Internet zu schützen.

Norton VPN hilft dabei, Ihre Internetverbindung mit hochgradig sicherer Verschlüsselung zu schützen und verschleiert Ihre IP-Adresse, sodass Dritte Ihre Aktivitäten nicht verfolgen oder vertrauliche Informationen abfangen können. Und mit über 130 globalen VPN-Servern auf fünf Kontinenten können Sie Ihren virtuellen IP-Standort für maximale Privatsphäre, Leistung und Erreichbarkeit anpassen.

Häufig gestellte Fragen

Kann man sowohl eine öffentliche als auch eine private IP-Adresse haben?

Ja, Sie können beide Arten von IP-Adressen haben, und wenn Sie mit einem lokalen privaten Netzwerk verbunden sind, ist dies mit ziemlicher Sicherheit bereits der Fall. Die öffentliche IP-Adresse verbindet Ihr Netzwerk mit dem Internet, während private IP-Adressen von Geräten innerhalb Ihres lokalen Netzwerks verwendet werden.

Ist eine öffentliche IP-Adresse kostenlos?

Die Kosten einer öffentlichen IP-Adresse hängen von Ihrem Internet Service Provider (ISP) und der Art des benötigten Dienstes ab. Dynamische öffentliche IP-Adressen sind in der Regel in den meisten Internet-Tarifen ohne zusätzliche Kosten enthalten. Statische öffentliche IP-Adressen können jedoch einen Aufpreis haben.

Gibt es einen Unterschied zwischen einer öffentlichen und einer externen IP-Adresse?

Es besteht kein Unterschied zwischen einer öffentlichen und einer externen IP-Adresse; das sind zwei verschiedene Begriffe für dasselbe. Beide beziehen sich auf die eindeutige IP-Adresse, die von einem ISP einem Router oder Server zugewiesen wird, sodass dieser direkt mit anderen Geräten über das Internet kommunizieren kann.

Danielle Bodnar
Danielle Bodnar ist freie Mitarbeiterin bei Norton; ihr Spezialgebiet sind neuartige Bedrohungen wie Ransomware und Online-Betrug.

Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel enthalten Bildungsinformationen für Sie. Unsere Angebote decken möglicherweise nicht jede Art von Kriminalität, Betrug oder Bedrohung ab, über die wir schreiben, oder schützen davor. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Cyber Safety zu schärfen. Bitte lesen Sie die vollständigen Bedingungen während der Registrierung oder Einrichtung. Denken Sie daran, dass niemand alle Identitätsdiebstähle oder Cyberkriminalität verhindern kann und dass LifeLock nicht alle Transaktionen in allen Unternehmen überwacht. Die Marken Norton und LifeLock sind Teil von Gen Digital Inc.


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