Was ist dark AI und wie können Sie sich schützen?

Künstliche Intelligenz verändert die Welt, sie birgt jedoch auch Schadenspotenziale: Künstliche Intelligenz, die für böswillige Zwecke eingesetzt wird (sogenannte "Dark AI", böse KI), kann Ihre Privatsphäre und ihre digitale Sicherheit bedrohen. Erfahren Sie mehr über Tools, Maßnahmen und Cybersicherheits-Software, die Sie im Zeitalter der künstlichen Intelligenz sicherer machen können. 

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Ein Bild einer Frau, die böse künstliche Intelligenz repräsentiert.

Der Aufstieg der generativen KI hat das Potenzial, Produktivität, Kreativität und Effizienz zu verbessern. Aber die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz sind nicht auf das positive Ergebnisse beschränkt. Diese hochmoderne Technologie macht auch Cyberkriminalität einfacher denn je und hilft Betrügern und Hackern dabei, Betrugsmaschen zu entwickeln und einzusetzen, die gefährlicher sind als je zuvor.

Tools der bösen KI wie FraudGPT und WormGPT sind ChatGPT-ähnliche Tools, die speziell dafür entwickelt wurden, Betrügern bei der Entwicklung von Betrug, Malware und mehr zu helfen. Diese Tools der bösen KI erfordern keinerlei technische Kenntnisse und senken so die Einstiegshürden für potenzielle Cyberkriminelle. Mithilfe böser KI kann jeder in Sekunden eine Betrugsmasche entwickeln.

Die Folge ist eine Zunahme der Bedrohungen für Unternehmen und Einzelpersonen gleichermaßen. Seit der weitverbreiteten Einführung der generativen KI im Jahr 2023 sind Cyberangriffe weltweit um 30 % gestiegen. Zu lernen, wie man KI-Betrug erkennt und sich davor schützt, ist entscheidend, wenn es darum geht, wie Sie sich selbst, Ihre Geräte sowie ihre Privatsphäre und Ihre Daten schützen können.

Was ist dark AI und wie funktioniert sie?

Dark AI (böse KI) ist KI-Technologie, die für böswillige oder illegale Aktivitäten eingesetzt wird. Mit der Bezeichnung sind häufig spezifische KI-Tools wie FraudGPT gemeint, die entwickelt wurden, um Cyberkriminalität zu erleichtern. Dark AI liegt generative KI zugrunde, dieselbe Technologie wie bei Tools wie ChatGPT und Google Gemini. Allerdings verfügen Tools der bösen KI nicht über dieselben Sicherheitsvorkehrungen oder Schutzmaßnahmen, mit deren Hilfe diese gängigen Tools bösartigen Absichten entgegenwirken.

Das bedeutet, dass Benutzer Tools der bösen KI dazu veranlassen können, Phishing-Nachrichten zu verfassen, Fake-Websites zu erstellen, Schadcode zu schreiben, Deepfakes zu erstellen und vieles mehr – alles Bausteine für Betrug oder Hackerangriffe. Die Geschwindigkeit, mit der künstliche Intelligenz diese Inhalte generieren kann, bringt es außerdem mit sich, dass Betrüger und Hacker schneller als je zuvor agieren können; die Folge sind ernsthafte Risiken von Datenpannen, Identitätsdiebstahl und Betrug für Privatanwender und Unternehmen.

Grafik: einige der wichtigsten Methoden, mit denen Cyberkriminelle böse KI einsetzen können.
Grafik: einige der wichtigsten Methoden, mit denen Cyberkriminelle böse KI einsetzen können.
Grafik: einige der wichtigsten Methoden, mit denen Cyberkriminelle böse KI einsetzen können.

Gefahren der bösen künstlichen Intelligenz

Dark AI ist gefährlich, weil sie das Potenzial hat, die Häufigkeit und Wirksamkeit von Cyberangriffen erheblich zu steigern. Angriffe mit dark KI zielen sowohl auf menschliche Schwächen als auch auf technische Sicherheitslücken und können schwerer zu erkennen sein als herkömmliche Bedrohungen.

Beispielsweise sind Betrugsmaschen, die Social Engineering nutzen, etwa Phishing, immer schwerer zu erkennen. Von künstlicher Intelligenz generierte Phishing-Nachrichten sind von authentischen, von Menschen verfassten Inhalten kaum zu unterscheiden; dadurch können Betrügern äußerst überzeugende Nachrichten entwickeln, die frei von traditionellen Warnsignalen wie Rechtschreib- oder Grammatikfehlern sind.

Hier geben wir eine Zusammenfassung einiger der wichtigsten Gefahren der bösen künstlichen Intelligenz:

  • Mehr Hacker: Betrüger müssen nicht mehr technisch versiert sein, um fortschrittliche Angriffe durchzuführen. Mithilfe böser KI werden mehr Personen in der Lage sein, Betrugsmaschen und Schadsoftware zu erstellen.
  • Mehr Cyberangriffe: Künstliche Intelligenz kann in Sekundenschnelle ausgeklügelte Angriffe und Social Engineering-Kampagnen entwickeln. Die Anzahl der Angriffe kann dadurch exponentiell ansteigen und das Internet mit Gefahren überschwemmen.
  • Durchsetzungsschwierigkeiten: Böse künstliche Intelligenz entwickelt sich schneller, als Menschen mit ihr Schritt halten können. Cybersicherheitsteams und Strafverfolgungsbehörden sind schlecht darauf vorbereitet, das Ausmaß und die Raffinesse dieser Angriffe zu bewältigen.
  • Automatisiertes Social Engineering: Tools der bösen KI können genau wie ChatGPT menschenähnliche Gespräche mit Nutzern führen. Betrüger können KI-Programme darauf trainieren, Web-Daten zu einer bestimmten Person zu sammeln, diese in eine personalisierte Phishing-Nachricht umzuwandeln (zum Beispiel eine E-Mail von ihrem Vorgesetzten zu imitieren) und das Gespräch realistisch fortzuführen, wenn die Zielperson antwortet.
  • KI-generierte Malware: Dark AI kann auf einen einfachen Mausklick hin komplexe und gefährliche Malware und Computerviren, etwa Spyware oder Ransomware erstellen.
  • Deepfakes und Stimmklonen: Dark AI kann überzeugende Audio- und Videoclips echter Personen (oft als Deepfakes bezeichnet) erstellen – ein Referenzbild oder ein kurzer Audomitschnitt genügt. Diese Deepfakes können dazu verwendet werden, Opfer zu manipulieren und Fehlinformationen zu verbreiten.
  • Cybersicherheit umgehen: Tools der bösen KI können Sicherheitssysteme testen und ausgeklügelte Angriffe entwickeln, um diese zu umgehen. Damit sind Firewalls und Software zur Erkennung von Schadprogrammen unter Umständen weniger wirksam.

Gängige Tools der dark AI

Tools der bösen KI sind eigens zu dem Zweck entwickelte Programme, ihren Nutzern das Begehen von Straftaten zu erleichtern. Die zunehmende Popularität und Raffinesse der generativen KI bringt es mit sich, dass auch immer mehr Tools der bösen KI auftauchen. Im Jahr 2024 nahmen die Konversationen über Tools der bösen KI in Cyberkriminalitätsforen um über 200 % zu.

Zu den bekannten Tools der dark AI gehören:

  • FraudGPT: Dieses generative Dark AI-Programm wurde entwickelt, um Benutzern dabei zu helfen, Betrug, Identitätsdiebstahl und Cyberkriminalität zu begehen. Mit seiner Hilfe werden häufig Schadcode und Phishing-Nachrichten erstellt, und Lizenzen werden im Darknet verkauft.
  • AutoGPT: Dieses Open-Source-Programm für generative KI wurde für Aufgaben zur anonymen KI-Generierung entwickelt. Legitime Benutzer können künstliche Intelligenz vertraulich nutzen, aber böswillige Nutzer können sie auch zur Planung von Angriffen verwenden.
  • WormGPT: WormGPT ist wie ChatGPT, wobei jedoch alle seine Sicherheitsmaßnahmen entfernt wurden. Es ist bei Cyberkriminellen beliebt für die Generierung von Social Engineering-Angriffen und Schadcode.
  • PoisonGPT: PoisonGPT ist ein KI-Tool, das entwickelt wurde, um ahnungslose Benutzer dazu zu bringen, Fehlinformationen zu verbreiten. Diese Art von bösem KI-Tool greift keine Menschen an – es greift andere KI-Tools an, indem es bösartige oder irreführende Daten in das Trainingsmaterial einer künstlichen Intelligenz einschleust, um Fehlinformationen zu verbreiten. Infolgedessen liefern scheinbar normale KI-Modelle irreführende Informationen, wenn sie zu bestimmten Themen befragt werden.
  • FreedomGPT: FreedomGPT ist ein unzensiertes Programm der generativen KI (wie ChatGPT, aber ohne Einschränkungen). Es gilt nicht vollständig als böse KI, da es im Google Play Store und App Store verfügbar ist. Das Programm wurde zwar nicht für böswillige Zwecke entwickelt, aber das offensichtliche Fehlen von Sicherheitsvorkehrungen hat Bedenken ausgelöst.
  • DarkBERT: Diese KI wurde mit Daten aus dem Darknet trainiert, d. h. aus einer verborgenen Version des Internets, in der kriminelle Aktivitäten häufig stattfinden. Sie hilft Benutzern, das Darknet effizienter zu durchsuchen, und erleichtert potenziell Cyberkriminalität.

So schützen Sie sich vor böser künstlicher Intelligenz

Um sich vor den Bedrohungen durch böse KI zu schützen, benötigen Sie sowohl entsprechendes Bedrohungsbewusstsein als auch Cybersicherheits-Software, wie z. B. Virenschutz. Dies liegt daran, dass manche KI-Angriffe im Verborgenen ablaufen und Ihre Geräte mit Malware infizieren, während andere offen durchgeführt werden und Sie dazu bringen sollen, Ihre personenbezogenen Daten preiszugeben.

KI-gestütztem Betrug im Darknet aus dem Weg zu gehen, wird immer schwieriger werden, dennoch können Sie sich davor schützen, indem Sie die folgenden Gewohnheiten zur Cyber-Hygiene praktizieren.

  • Verwenden Sie fortschrittliche Software zur Betrugserkennung: Neue Cybersicherheitstechnologie bekämpft schädliche KI mit hilfreicher KI. Diese Tools, z. B. Norton Genie Scam Detector, können mithilfe künstliche Intelligenz Phishing-Betrug, Schadsoftware und andere Bedrohungen automatisch erkennen.
  • Antworten Sie nicht auf unerwartete Nachrichten: Da Phishing-Angriffe zunehmen, sollten Sie jede unaufgeforderte Nachricht als potenzielle Bedrohung betrachten. Antworten Sie nicht auf Nachrichten von Absendern, die Sie nicht kennen. Wenn jemand, den Sie kennen, Sie um Geld oder personenbezogene Daten bittet, überprüfen Sie die Echtheit der Nachricht über einen anderen Kommunikationskanal, bevor Sie in irgendeiner Form reagieren.
  • Verwenden Sie starke und eindeutige Passwörter: Tools der bösen KI können Passwörter mit Leichtigkeit knacken. In Tests wurden über 50 % in weniger als einer Minute und über 80 % in weniger als einer Woche geknackt. Erstellen Sie starke, komplexe Passwörter und speichern Sie diese mit einem Passwort-Manager, um sich vor automatisierten Angreifern zu schützen.
  • Aktivieren Sie die Multifaktor-Authentifizierung (MFA): Die Multifaktor-Authentifizierung verlangt von Ihnen, beim Anmelden bei Ihren Konten mehr als eine Form der Verifizierung einzugeben (z. B. ein Passwort und einen per SMS gesendeten Code). Sollte Ihr Passwort bei einem Angriff mit böser KI geknackt werden, könnte die Multifaktor-Authentifizierung dazu beitragen, den Hacker aus Ihrem Konto fernzuhalten.
  • Halten Sie sich über neue Betrugsmaschen auf dem Laufenden: Indem Sie sich über die neuesten Machenschaften von Betrügern auf dem Laufenden halten, können Sie deren Tricks vermeiden – und das erfordert kaum Aufwand. Das Durchsehen eines Bedrohungsberichts alle paar Monate ist eine gute Möglichkeit, informiert zu bleiben.
  • Seien Sie vorsichtig bei Deepfakes und Stimmimitationen: Es ist eine Sache, bei textbasierter Kommunikation vorsichtig zu sein, aber dark AI birgt auch Audio- und Video-Bedrohungen. Programme der bösen KI können möglicherweise die Stimmen von Personen, die Sie kennen, imitieren und echte Personen in gefälschten Videos nachbilden.
  • Vermeiden Sie es, personenbezogene Daten online zu teilen: Teilen Sie keine personenbezogenen Daten über sich selbst oder Ihre Liebsten online, insbesondere wenn sie dazu geeignet sind, Sie zu identifizieren. Tools der bösen KI können harmlose Informationen abgreifen, um ein Profil von Ihnen zu erstellen und Sie mit ausgeklügelten Angriffsmethoden zu attackieren.
  • Installieren und aktualisieren Sie Antivirus- und Anti-Malware-Tools: Mit zunehmender Raffinesse von Angriffen durch böse künstliche Intelligenz entwickelt sich auch die Antivirus-Software weiter. Installieren Sie fortschrittliche Cybersicherheits-Software wie Norton 360 Deluxe, in der Deepfake-Erkennung und andere KI-gestützte Betrugsschutz-Funktionen enthalten sind, um sich gegen die neuesten Tricks zu schützen.

Lassen Sie sich von böser künstlicher Intelligenz nicht unvorbereitet erwischen

Angriffe durch böse künstliche Intelligenz sind darauf ausgerichtet, Geräte zu bedrohen, Opfer in sozialen Medien anzulocken und zu betrügen und sogar hilfreiche KI-Tools mit schädlichen Daten zu infizieren. Aber Sie müssen kein Opfer des Aufstiegs der bösen KI werden.

Halten Sie sich über die neuesten Online-Betrügereien auf dem Laufenden, und laden Sie Cybersicherheits-Software herunter, die Schutz vor aufkommenden Bedrohungen durch böse KI bietet, beispielsweise Norton 360 Deluxe. Norton 360 Deluxe kombiniert preisgekrönte Schutzfunktionen gegen Malware und Viren mit modernster Deepfake-Erkennung und weiteren KI-gestützten Betrugsschutzfunktionen, um Sie und Ihre Geräte zu schützen.

Häufig gestellte Fragen

Ist künstliche Intelligenz grundsätzlich gefährlich?

Nein, die meisten KI-Tools verfügen über integrierte Sicherheitsmechanismen und Richtlinien zur Inhaltsmoderation, um böswillige Aktivitäten und Fehlinformationen zu verhindern. Tools der dark AI werden jedoch für böswillige Zwecke entwickelt, etwa die Verbreitung von Malware und den Aufbau von Social Engineering-Kampagnen. Böse KI ist für Einzelpersonen und Organisationen gleichermaßen gefährlich, aber indem Sie sich über die neuesten Cybersicherheitsbedrohungen auf dem Laufenden halten und in Schutzmaßnahmen investieren, können Sie die Gefahren der künstlichen Intelligenz vermeiden.

Ist künstliche Intelligenz Betrug?

Nein, künstliche Intelligenz ist eine legitime Technologie, die auf Algorithmen des maschinellen Lernens basiert. KI-Tools nutzen fortschrittliche Mustererkennung, um Originalinhalte zu erstellen, Aufgaben zu erledigen und Probleme zu lösen. Allerdings kann künstliche Intelligenz dazu verwendet werden, Betrug zu begehen. Beispielsweise können Hacker damit Schadcode schreiben, Malware erstellen oder Phishing-Angriffe automatisieren. KI-Tools, die für böswillige Zwecke eingesetzt werden, sind als Dark AI (böse KI) bekannt.

Warum nutzen Kriminelle künstliche Intelligenz?

Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um produktiver und effizienter vorzugehen, insbesondere bei ihren Cybercrime-Machenschaften. Künstliche Intelligenz hilft ihnen dabei, Betrugsmaschen in großem Maßstab zu entwickeln und durchzuführen, indem sie kriminelle Aktivitäten automatisieren. Kriminelle können beispielsweise KI-gestützte Cyberangriffe starten, die in Sekundenschnelle gefälschte SMS generieren und Schadcode schreiben. Vor der künstlichen Intelligenz mussten sie diese Inhalte von Grund auf neu erstellen. Mit Tools der bösen KI können Kriminelle die Häufigkeit und Effektivität ihrer Angriffe steigern.

Benjamin Gorman
Benjamin Gorman ist professioneller Cybersecurity-Autor und Berater für generative KI. Für Norton verfasst er Artikel über verschiedene Arten von KI und die mit diesen verbundenen Cyberbedrohungen.

Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel enthalten Bildungsinformationen für Sie. Unsere Angebote decken möglicherweise nicht jede Art von Kriminalität, Betrug oder Bedrohung ab, über die wir schreiben, oder schützen davor. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Cyber Safety zu schärfen. Bitte lesen Sie die vollständigen Bedingungen während der Registrierung oder Einrichtung. Denken Sie daran, dass niemand alle Identitätsdiebstähle oder Cyberkriminalität verhindern kann und dass LifeLock nicht alle Transaktionen in allen Unternehmen überwacht. Die Marken Norton und LifeLock sind Teil von Gen Digital Inc.


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