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Der ultimative Eltern-Ratgeber für Instagram

by sre_ops

Nach Facebook ist Instagram eines der beliebtesten sozialen Netzwerke im Internet, insbesondere bei jungen Menschen, die die Website mit Fotos von sich selbst, ihren Freunden und ihren Mittagessen überschwemmen.

Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis Ihr Kind verlauten lässt, dass es ein Instagram-Konto haben möchte – wenn es die App nicht schon längst auf seinem Smartphone installiert hat. Die Idee, dass Ihr Nachwuchs Fotos von sich auf einer öffentlichen Website postet, mag Ihnen nicht sonderlich gefallen, doch die schlimmsten Folgen für die meisten Kids sind lediglich die peinlichen Fotos, die ihre Eltern dann an ihrem 18. Geburtstag den Gästen präsentieren.

Ein Instagram-Konto zu haben ist für die meisten Kids ab einem Alter von 9 oder 10 Jahren so selbstverständlich wie der Besitz eines Smartphones. Also wundern Sie sich nicht, wenn sie dort ein Konto erstellen. In Vorbereitung auf den Ansturm von Selfies, der zu erwarten ist, haben wir für Sie einen Leitfaden mit all den Dingen zusammengestellt, die Sie über Instagram wissen müssen. So sind Sie besser gerüstet, um mit Ihren Kindern darüber zu sprechen und ein paar Grundregeln aufzustellen.

 

Instagram-Konto einrichten

Theoretisch müssen Instagram-Nutzer mindestens 13 Jahre alt sein, aber viele jüngere Kids haben dennoch Konten. Im Idealfall wäre es schön, wenn Ihr Kind Sie um Erlaubnis bitten würde, bevor es sich registriert, doch viele laden die App einfach herunter, ohne Mama und Papa davon zu erzählen.

Teenager gehören zur digitalen Generation und wissen daher oftmals genau, was sie machen müssen. Strecken Sie die Fühler aus, indem Sie den Namen Ihres Kindes zusammen mit „Instagram“ in Google suchen oder es direkt fragen, ob es auf Instagram ist. Wenn Ihr Kind noch jünger ist, gerne ein Konto haben möchte und Sie meinen, es sei verantwortungsbewusst genug, können Sie ihm bei der Einrichtung des Kontos helfen.

Instagram-Konten einzurichten ist ganz einfach – man braucht lediglich ein Gerät und eine E-Mail-Adresse.

Nachdem Sie die App heruntergeladen haben, benötigt Ihr Kind eine E-Mail-Adresse, um sich anzumelden. Es muss einen Namen und/oder einen Benutzernamen angeben. 

Wenn es dabei wirklich einen Benutzernamen wie „1Direction4Eva“ wählen möchte, reden Sie ihm das nicht aus. Auch seine Leidenschaften und Interessen haben ihre Berechtigung.   

Ausserdem wird ein Passwort benötigt. Sprechen Sie über Passwortsicherheit und erklären Sie, wie wichtig es ist, das Passwort niemand anderem weiterzusagen. Selbst technisch hochversierten Kids kann der gesunde Menschenverstand fehlen, wenn es um Sicherheit geht.

Bei jüngeren Teenagern könnten Sie es zu einer Bedingung für die Kontoeröffnung machen, dass Sie das Passwort kennen. Wenn sie älter werden, werden sie sich vermutlich eher mit Problemen an Sie wenden, wenn Sie diese Dinge auf Vertrauensbasis laufen lassen. 

Ihr Kind ist jetzt offiziell auf Instagram und es ist Zeit, ein Profilbild hinzuzufügen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um ihm zu erklären, was Sie darauf nicht sehen möchten – seien es anzügliche Posen oder unanständige Gesten. Zwar können Sie mit einem entnervten „Mama!“ rechnen, aber es ist besser, von Anfang an klarzustellen, was erlaubt ist.

Im letzten Schritt muss Ihr Kind dann die Kontakte aus seinem Smartphone oder aus Facebook importieren, sofern es dort ein Konto hat.

Was ist der Zweck von Instagram?

Instagram ist eine Foto- und Video-Sharing-Plattform, die mit anderen Social-Media-Konten verknüpft werden kann, wie beispielsweise Facebook und Twitter. Man kann entweder ein Foto direkt in Instagram aufnehmen oder Fotos hochladen, die mit der Kamera des Smartphones gemacht wurden.

Eine große Attraktion sind die Filter, die einem normalen Foto umgehend einen Retro-Look verleihen oder einen bedeckten Tag am Meer wie etwas aus einem Urlaubsprospekt aussehen lassen. Außerdem kann man mit der Tilt-Shift-Option den Fokus ändern oder Farben mit dem Lux-Effekt intensivieren.

Instagrams Anziehungskraft ist seine Einfachheit und die Art und Weise, wie es Fotos im Handumdrehen besser aussehen lässt. Kurze Videos, die bis zu 15 Sekunden lang sein dürfen, sind auf Instagram ebenfalls möglich. Nutzer können einzelne Videos posten oder eine Reihe von Clips zu einem Ganzen zusammenfügen. Und selbstverständlich kann man auch Filter hinzufügen.

Hauptsächlich geht es bei Instagram darum, Bilder mit anderen zu teilen. Fotos online zu stellen wäre langweilig, wenn man kein Feedback dazu erhalten, Leute treffen oder seine Freunde markieren könnte. Nutzer können außerdem jemanden in einem Beitrag erwähnen, der dann in seinem Feed darüber benachrichtigt wird. Dieser Umgang mit anderen ist das, was Ihr Teenager besonders toll finden wird.

Viele posten nicht einmal eigene Bilder, sondern folgen stattdessen anderen Nutzern und Hashtags (eine Art Index- und Sortiersystem für Fotos) und markieren stattdessen deren Inhalte mit „Gefällt mir“ und teilen und kommentieren sie.

 

Grundlegende Funktionen von Instagram

„Gefällt mir“-Angaben: Der „Gefällt mir“-Button ist selbsterklärend und wenn Sie andere soziale Netzwerke verwenden, sind Sie mit dem Konzept vertraut. Jeder kann ein Foto, das öffentlich gepostet wurde, mit „Gefällt mir“ markieren. Wenn ein Foto schnell aus dem Konto Ihres Kindes wieder gelöscht wird, könnte das sehr gut daran liegen, dass es nicht genug „Gefällt mir“-Angaben bekommen hat.

„Gefällt mir“-Angaben sind Instagrams Version von „Wenn im Wald ein Baum umfällt und niemand hört es...“. Wenn Ihr Teenager eine Selfie postet und niemand auf „Gefällt mir“ klickt, wie kann er oder sie dann sicher sein, dass das Foto überhaupt existiert?

Instagram Direct: Mit Instagram Direct können Kids private Unterhaltungen mit anderen Nutzern führen. Der beunruhigende Aspekt hierbei ist, dass sie Bilder, Videos und Nachrichten mit völlig Fremden austauschen können.

Mit aller Wahrscheinlichkeit chatten sie einfach nur mit ihren Freunden. Aber es ist wichtig zu betonen, dass nichts, was sie online stellen, wirklich privat ist. Fotos und Videos können gefährlich sein, wenn sie in die falschen Hände geraten.

Kinder sollten unbedingt wissen, dass es keinerlei Garantie gibt, dass private Inhalte nicht kopiert oder geteilt werden – insbesondere dann, wenn sie mit jemanden chatten, den sie auf der Website kennengelernt haben.

Hashtags: Die Hashtag-Funktion macht Inhalte durchsuchbar und erregt die Aufmerksamkeit anderer Nutzer. Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Teenager jeden Beitrag mit endlos vielen Hashtags versieht. #niegenughashtags #nichtmal #selfie #tagsfürlikes #keineworte #folgemir

Der Nachteil davon ist, dass sie fragwürdige Elemente oder Spammer anziehen können. Raten Sie jüngeren Kindern deshalb davon ab, offene Einladungen oder provokative Wörter in Hashtags zu verwenden.

 

Follower: Viele Teenager folgen ihren Freunden und Leuten, die sie kennen, andere hingegen ziehen es vor, bekannten Persönlichkeiten zu folgen. Manchen Nutzern ist es nicht so wichtig, Follower zu haben, während andere es auf einen riesigen Follower-Kreis abgesehen haben.

Einige Teenager haben Tausende von Followern und verwenden unter Umständen Hashtags wie #followforfollow (was zu Deutsch so viel bedeutet wie „Folgen um des Folgens willen“). In den meisten Fällen ist das harmlos, kann allerdings auch die Aufmerksamkeit von Nutzern auf sich ziehen, die hässliche oder ausfällige Dinge sagen.

Wie privat ist Instagram?

Standardmäßig können die Fotos im Konto Ihres Kindes von allen gesehen werden. Für jüngere Teens sollten Sie das Konto deshalb auf „Privat“ setzen, damit Personen ihre Feeds erst sehen können, wenn sie eine Follower-Anfrage geschickt haben und diese akzeptiert wurde.

So setzen Sie ein Instagram-Konto auf „Privat“:

  1. Öffnen Sie das Konto auf Ihrem Mobiltelefon oder Gerät.
  2. Klicken Sie auf das Rad für „Einstellungen“.
  3. Aktivieren Sie die Einstellung „Privates Konto“.

 

Ältere Teenager werden mit dieser Einstellung nicht glücklich sein, vor allem, weil dadurch die Gelegenheit schwindet, eine Vielzahl von Followern zu erlangen.

Auch bei der Einstellung „Zu deiner Fotokarte hinzufügen“ auf der letzten Bestätigungsseite ist Vorsicht geboten. Diese Funktion zeigt alle Fotos, die ihr Kind macht, auf einer Fotokarte an, die in seinem Profil eingesehen werden kann.

Indem Sie diese Funktion deaktivieren, verhindern Sie, dass jemand verfolgen kann, wo sich Ihr Kind häufig aufhält. Es ist wirklich bemerkenswert, wie viele Informationen Personen unabsichtlich in sozialen Medien preisgeben, wie dieses Video vor Augen führt:

https://youtu.be/5P_0s1TYpJU

Bei jüngeren Teens ist es am besten, das Profil vage zu halten und nicht zu viele persönliche Informationen anzugeben. Wenn Kids ein Bild Ihres Hauses posten und den Namen der Kleinstadt, in der Sie wohnen, muss man kein Genie sein, um Ihre Adresse herauszufinden.

Tipps und Tricks zum Schutz Ihrer Kinder

  • Wenn Sie sich die Zeit nehmen und mit Ihren Kindern über die Risiken besprechen, die mit sozialen Medien einhergehen, werden sie sich der möglichen Gefahren bewusst sein. Sie müssen ihnen keine Angst vor dem Internet einzujagen – es reicht, wenn Sie mit ihnen über sichere Verhaltensweisen, die Gefahr durch Fremde, Cybermobbing und die potenziellen Konsequenzen der Veröffentlichung zu vieler privater Informationen reden. 
  • Es kann auch nicht schaden zu überprüfen, wem Ihr Kind folgt. Wahrscheinlich sind es irgendwelche Promis oder gute Freunde, aber Vorsicht bei Konten, die nicht jugendfreie Inhalte posten oder sonst irgendwie verdächtig erscheinen.
  • Folgen Sie Ihrem Kind auf Instagram, selbst wenn Sie dafür ein neues Konto eröffnen müssen. Dann können Sie sehen, was es dort treibt, und eingreifen, wenn es so aussieht, als gäbe es ein Problem. Denken Sie aber daran, seine Grenzen zu respektieren. Die meisten Teenager werden nicht erfreut sein, wenn Sie ihren Beitrag mit „Gefällt mir“ markieren, geschweige denn einen Kommentar abgeben.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind weiß, dass es jederzeit zu Ihnen kommen kann, wenn es beschimpft wird oder Inhalte es beunruhigen. Wenn Sie damit drohen, sein Instagram-Konto bei Problemen zu schließen, bewirkt dies lediglich, dass es bei einem echten Problem nicht zu Ihnen kommt. Seien Sie offen und immer für Ihr Kind da.

Fazit

Der Gedanke, dass Ihr Kind Bilder oder Videos von sich im Internet postet, wird Ihnen zunächst Angst machen. Aber nach einer Weile werden Sie vermutlich feststellen, dass es gar nicht so schlimm ist. Sorgen Sie einfach nur dafür, dass es gut informiert ist und Sie jederzeit um Rat oder Hilfe bitten kann.

Instagram kann Spaß machen und die Kreativität fördern. Seien Sie also kein Spielverderber, sondern nutzen Sie die Gelegenheit, um ein Vertrauensverhältnis zu Ihrem Teenager aufzubauen. Soziale Medien machen Spaß und vielleicht haben ja auch Sie irgendwann Ihren eigenen Follower-Kreis.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlich am Mo Aug 01, 2016 unter blog , family security , how to guides und social media

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