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Die 7 schlimmsten Mythen über WLAN-Sicherheit

by Brian Cody

Sie sind im Moment mit dem Internet verbunden – ob über WLAN oder ein Ethernet-Kabel. Doch haben Sie einmal darüber nachgedacht, wie sicher Ihre Verbindung tatsächlich ist? Beobachtet Sie jemand, während Sie diesen Artikel lesen?

Wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht regt Sie diese Frage dazu an, sich ein paar Gedanken über die Sicherheit von WLAN-Verbindungen zu machen. 

Die meisten Benutzer wissen, wie sie sich bei einem kostenlosen WLAN-Netz einloggen. Doch die wenigsten denken darüber nach, welche Risiken unsichere Netzwerke bergen, wenn sie zu Hause oder unterwegs auf sensible persönliche Daten zugreifen. Daher möchten wir Fakten von Fiktion trennen und ein für alle Mal mit einigen falschen Vorstellungen in Bezug auf WLAN-Hotspots aufräumen. Hier sind also unsere sieben schlimmsten Mythen über WLAN-Sicherheit.


„Bei mir gibt es nichts, was einen Hacker interessieren könnte“

Sie müssen keine Berühmtheit oder Regierungsbehörde sein, um ins Visier von Hackern zu geraten. Diese Einstellung ist so, als würden Sie Ihre Haustür nicht abschließen, weil Sie ja keine Diamanten oder Geldbündel hinter dem Sofa versteckt haben.

Auch wenn Sie sich selbst nicht als Zielscheibe von Hackern sehen, so könnten Sie es dennoch sein – und nicht nur für Diebstahl.

Hacker können Ihr Netzwerk in ein Bot-Netzwerk einbinden, um es dann für E-Mail-Betrug zu nutzen oder einen DDOS-Angriff zu starten, mit dem eine Website lahmgelegt werden soll. Oder sie können nach persönlichen Angaben oder Kreditkartendaten suchen oder die für Identitätsdiebstahl notwendigen Informationen abgreifen. Letzteres passiert ganz durchschnittlichen Nutzern tagtäglich weit häufiger, als Sie denken.

Dieselben Sicherheitsbedrohungen können auch Heim-, Büro- und kostenlose WLAN-Netzwerke gefährden. Ganz unabhängig von Ihrem Status sind die Chancen hoch, dass jemand da draußen nur darauf wartet, in Ihr Netzwerk einzudringen und sich anzuschauen, was in Ihrem Leben so alles los ist.


Kleinere/schwächere Netzwerke sind schwerer zu hacken

Darin steckte zwar früher einmal ein Körnchen Wahrheit, doch das ist längst nicht mehr der Fall. In der Vergangenheit galt die Überlegung, dass es durch die Reduzierung der Sendeleistung des WLAN-Signals schwieriger wäre, das Netzwerk aufzuspüren. Je schwächer das Signal, umso geringer war die Chance, dass ein lästiger Hacker darüber stolperte.

Heutzutage sind die Antennen, mit denen Hacker nach Netzwerken suchen, unglaublich leistungsfähig, sodass sie auch schwache Signale auffangen können. Genau wie Liam Neeson im Film 96 Hours werden Hacker Sie aufspüren. Oder zumindest besteht die Möglichkeit, weshalb Sie WLAN-Sicherheit ernster nehmen sollten.

Die Abschwächung Ihres Signals wird niemanden davon abhalten, in Ihr Netzwerk einzudringen, aber für Sie selbst kann sich dies als störend erweisen, vor allem, wenn Sie feststellen müssen, dass Sie an verschiedenen Stellen im Haus ein Verbindungsproblem haben.
Ihre Signalleistung sollte immer darauf abzielen, dass Sie die beste Abdeckung haben, und nicht als Sicherheitsmaßnahme genutzt werden.  


Öffentliches WLAN ist sicher

Öffentliche WLANs sind kein sicherer Ort. Nutzer glauben, dass WLAN-Hotspots mit Passwortschutz sicher sind. Doch dieser Schutz ist oft nicht ausreichend. Die Tatsache, dass die Verbindung mit einem Passwort geschützt wird, zwingt Sie zwar dazu, die Mitarbeiter um den Code zu bitten, aber dadurch sind Sie bestimmt nicht besser geschützt.

Daher sollten Sie Online-Banking, das Herunterladen von Apps oder Games sowie Online-Shopping über öffentliche Verbindungen unbedingt vermeiden. Lesen Sie Nachrichten, schauen Sie sich den Wetterbericht an oder nutzen Sie das Internet für andere Aktivitäten, bei denen Sie nicht auf Ihre sensiblen Daten zugreifen müssen.

Ein nützlicher Tipp: Vermeiden Sie es, Passwörter in öffentlichen Netzen zu speichern, wenn Sie das erste Mal eine Verbindung herstellen. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich Ihr Gerät jedes Mal automatisch bei einem Netzwerk einloggt, wenn Sie sich in dessen Nähe befinden. Hacker setzen jetzt manchmal spezielle Gadgets ein, um sich an die erste Stelle in Ihrer WLAN-Liste zu setzen und als erkanntes Netzwerk auszugeben. Wenn Sie eine Verbindung mit einem dieser gefälschten Signale herstellen, werden Sie den Hacker sehr glücklich machen.

Am sichersten können Sie ein öffentliches WLAN-Netz mit einem virtuellen privaten Netzwerk (VPN) nutzen, das „Tunnel“ verwendet, über die Ihre verschlüsselten Daten gesendet werden (die außer Ihnen jetzt für alle anderen unlesbar sind).

Dann ist es unerheblich, wie viel Kaffee Sie trinken oder wofür Sie das Internet nutzen, wenn Sie unterwegs sind.  


Sie sollten außerdem vorsichtig sein, mit welchen WLAN-Netzen Sie eine Verbindung herstellen. Hacker können problemlos ein offenes WLAN mit einem sicher klingenden Namen einrichten, um Nutzer, die Datenvolumen einsparen möchten, in die Falle zu locken. Ein Netzwerk mag echt aussehen, aber Sie sollten sich fragen, ob es auch wirklich sicher ist.

Seien Sie immer auf der Hut! Mithilfe eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN) wie Norton Secure VPN können Sie Ihre vertraulichen Informationen wie Passwörter und Kreditkartennummern in öffentlichen WLAN-Netzen schützen. Sie erhalten damit zusätzliche Sicherheit bei öffentlichen Verbindungen – ganz gleich, wo Sie gerade sind.


Tipps zur Auswahl einer VPN-Lösung:



Durch Deaktivierung Ihrer SSID wird Ihr Netzwerk verborgen

Wenn Sie fragen „Was ist SSID?“, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie nicht an diesen Mythos glauben. Ihre SSID (Service Set Identifier) ist im Grunde nichts anderes als der Anzeigename Ihres Heimnetzwerks.

Vielleicht haben Sie ihm einen witzigen Namen wie „Geheimer Spionagestützpunkt“ gegeben. Wenn Sie ihn nicht umbenannt haben, könnte sich Ihre SSID beispielsweise aus dem Namen Ihres Internetdienstanbieters und einer Zeichenfolge aus Buchstaben und Zahlen zusammensetzen. Unabhängig vom Namen hält sich hartnäckig der Mythos, dass durch Deaktivieren der Übertragung Ihrer SSID Ihr Netzwerk vor den langen Fingern von Hackern verborgen wird.

Dies ist eine nette Theorie, doch ist sie nicht unbedingt wasserdicht: Das ist so ähnlich, als ob Sie Versteck spielen und sich hinter einem Vorhang verstecken, während unten noch die Schuhe hervorschauen. Sie sind zwar verborgen, aber dennoch weiterhin sichtbar.

Wenn Hacker es darauf anlegen, werden sie die verborgene SSID finden. Geräte, auf denen Windows ab Version 7 ausgeführt wird, erkennen selbst dann ein Netzwerk, wenn es nicht durch einen Namen identifiziert wird.

Kurz gesagt: Die Deaktivierung Ihrer SSID kann Ihnen ein falsches Gefühl von Sicherheit geben, aber besser geschützt vor Hackern sind Sie dadurch nicht.

Was Sie jedoch tun können (und sollten), ist Ihr Gerät mit einem Passwort abzusichern, da es dadurch für Hacker schwieriger wird, auf Ihr Netzwerk zuzugreifen. Falls Sie dies noch nicht getan haben, wäre es vielleicht ratsam, umgehend sicherzustellen, dass Ihre Verbindung passwortgeschützt ist.


Durch Filterung von MAC-Adressen sind Sie auf der sicheren Seite

Das mag kompliziert klingen, doch es funktioniert im Wesentlichen über die Verwendung einer MAC (Media Access Control)-Adresse, die jedes Gerät in Ihrem Netzwerk identifiziert. Ohne weiter auf technische Details einzugehen, geben Sie dabei einfach die jeweiligen MAC-Adressen für Geräte ein, denen Sie Zugang zum Netzwerk gewähren möchten.

Wenn Sie dabei ein wenig hinterhältig sind, können Sie sich einen Spaß machen und andere Familienmitglieder von der Verbindung aussperren und sie so in den Wahnsinn treiben, wenn Sie alle zu Familienfeiern oder anderen Anlässen bei sich zu Hause zusammenkommen.

Eine MAC-Adresse klingt zwar wie ein gute Idee, um andere von Ihrer Verbindung fernzuhalten, doch hat das Ganze einen eklatanten Schwachpunkt, aufgrund dessen Sie bedauern werden, so viel Zeit mit der Einrichtung vergeudet zu haben: Alles, was ein einigermaßen gewiefter Hacker braucht, ist ein Analyseprogramm für WLAN-Netze, das ihm alle MAC-Adressen anzeigt, die Sie zugelassen haben.

Dann muss er nur noch seine eigene MAC-Adresse in eine der Adressen auf der Liste ändern und Ihr Netzwerk ist plötzlich weit geöffnet. Immerhin – es macht Spaß, Ihre Kinder oder Ihre bessere Hälfte zu ärgern, wenn diese ständig Netflix in Beschlag nehmen.


Nur ein fachkundiger Hacker kann Sie in einem öffentlichen WLAN angreifen

Die Vorstellung, dass nur ein erfahrener Hacker mit High-Tech-Geräten in Ihr Gerät eindringen kann, während Sie mit einem öffentlichen WLAN-Netz verbunden sind, ist immer noch häufig anzutreffen. Diese Auffassung ist jedoch meilenweit von der Realität entfernt.

Wie bereits oben erwähnt sind öffentliche WLAN-Netze nicht besonders sicher. Doch Sie wären erstaunt, wie wenig technisches Kenntnisse tatsächlich für einen einfachen Hacker-Angriff vonnöten sind.

Die am weitesten verbreitete Angriffsform sind Man-in-the-Middle (MITM)-Angriffe, bei denen Hacker Nutzer in einem WLAN-Netz belauschen. Sie können dann Informationen von beiden Seiten abfangen, senden und empfangen, ohne dass die Opfer etwas davon merken.  


Verschlüsselung schützt Ihr Netzwerk

Im Gegensatz zu den anderen Mythen ist darin ein Funken Wahrheit enthalten. Bei der Verschlüsselung werden die über Ihr Netzwerk gesendeten Daten getarnt. Sie hindert andere daran, Sie abzuhören, und schützt Sie und Ihre Informationen.
Dies gilt gemeinhin als beste Art des Schutzes. Allerdings gibt es dabei einige Ausnahmen.

WEP (Wired Equivalent Privacy) war in der Vergangenheit die gängige Verschlüsselung für WLAN, doch stellt sie heutzutage kein Hindernis mehr für Hacker dar. Ein moderner Hacker kann eine WEP-Verschlüsselung innerhalb weniger Minuten überwinden.

WPA (Wi-Fi Protected Access) wurde die nächste Sicherheitsoption der Wahl, doch traten auch hierbei einige Sicherheitsprobleme auf. Daher wurde sie durch WPA2 ersetzt, was eine deutliche Verbesserung gegenüber den beiden Vorgängerversionen ist.

WPA2 wird in der Regel als relativ sicher angesehen, kann jedoch für bestimmte Angriffe anfällig sein. Die Wahrheit ist, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Doch wenn Sie sich informieren und über neue Entwicklungen auf dem Laufenden bleiben, sind Sie auf dem richtigen Weg, um Hacker fernzuhalten.  


Eines sollten Sie noch erledigen: Überprüfen Sie, ob die Verschlüsselung in Ihren Verbindungseinstellungen aktiviert ist.


Das Vorhandensein von WPA ist eine Sache, doch müssen Sie die Funktion auch aktivieren. Wenn Sie nicht sicher sind, kontaktieren Sie Ihren Internetdienstanbieter. Er wird Ihnen bei der Überprüfung Ihrer Verbindung behilflich sein.

All diese Geschichten über Hacker und Identitätsdiebstahl sind beängstigend. Aber wenn Sie ein wenig gesunden Menschenverstand walten lassen und Antivirus-Software installieren, sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Nutzen Sie also das Internet getrost weiter!

Nur vorsichtig sollten Sie dabei sein.

Wie können Sie Ihre Informationen in öffentlichen WLAN-Netzen schützen?

Schützen Sie private Informationen wie Passwörter, Bankdaten und Kreditkartennummern, wenn Sie mit Ihrem PC, Mac, Smartphone oder Tablet über ein öffentliches WLAN-Netz online gehen:

Norton Secure VPN erstellt einen privaten, verschlüsselten Informationstunnel, der hilft zu verhindern, dass Cyberkriminelle Ihre WLAN-Verbindungen einsehen und Daten abgreifen, die Sie über Ihre Geräte senden und empfangen. Aber es bietet auch noch einige andere Vorteile. 

Sicherzustellen, dass Ihre persönlichen Informationen privat bleiben – ganz gleich, ob zu Hause oder unterwegs – ist der erste Schritt, um die Vorteile eines geschützten digitalen Lebens zu genießen.

Dieser Beitrag wurde veröffentlich am Do Mär 02, 2017 unter online safety , online security und optimise your device

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