KI-Betrug: Was ist das und wie kann man ihn vermeiden?

Künstliche Intelligenz (KI) macht es Betrügern leichter denn je, Betrug zu begehen. KI-gestützte Betrugsmethoden wie Deepfakes nehmen zu und werden immer schwerer zu erkennen. Lesen Sie weiter, um mehr über die häufigsten KI-Betrugsmaschen zu erfahren und sich zu informieren, wie Sie sie erkennen. Holen Sie sich dann ein branchenführendes Online-Sicherheitstool, das dabei hilft, Deepfakes und KI-Betrug zu erkennen und andere Online-Bedrohungen abzuwehren.

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Jemand schaut auf einen Computer mit einem Roboter auf dem Bildschirm, der Online-Betrug per KI symbolisiert.

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Art und Weise, wie wir mit Technologie interagieren. Leider missbrauchen Betrüger und andere böswillige Akteure leistungsstarke KI-Tools dazu, zu hacken, Fehlinformationen zu verbreiten und Betrug in einem noch nie dagewesenen Ausmaß zu begehen.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie die häufigsten KI-Betrugsmaschen erkennen und wie Sie sich vor den potenziellen Gefahren durch KI-gestützten Betrug schützen können.

Was ist KI-Betrug?

KI-Betrug ist Betrug, der mithilfe von Technologien der künstlichen Intelligenz begangen wird. Hacker und Betrüger nutzen illegale Dark-AI-Tools für komplexe Verbrechen in großem Maßstab, wobei sie mithilfe von Deepfakes, KI-Stimmenklonen und KI-Phishing-Angriffen versuchen, personenbezogene Daten zu stehlen und unschuldige Internetnutzer zu betrügen.

KI-Betrug ist für Opfer und Strafverfolgungsbehörden schwer zu erkennen, und rund jeder 3. Fall von Betrug mit künstlicher Intelligenz ist erfolgreich. Die erste Verteidigungslinie gegen Betrug durch künstliche Intelligenz ist Wissen – Sie müssen informiert sein, wie Sie die Tricks von Betrügern erkennen, wenn Sie ihnen begegnen.

Warum ist Betrug mit künstlicher Intelligenz so gefährlich?

KI-Betrug ist besonders gefährlich, weil er so schwer zu erkennen ist – Betrüger können ihre Machenschaften jetzt mithilfe von KI noch überzeugender wirken lassen. Künstliche Intelligenz ist in den Händen von Betrügern auch deshalb gefährlich, weil sie es ermöglicht, Betrugsversuche in größerer Anzahl und über mehrere Kanäle hinweg effizienter zu starten.

KI-Betrug ist ausgefeilter als je zuvor. Deepfakes und KI-Stimmenklone (eine KI-Imitation des Gesichts oder der Stimme einer Person) erleichtern es Betrügern, ihre Opfer zu imitieren und zu manipulieren. Laut einer Studie von Signicat, eines Unternehmens für digitale Identitäten, haben Deepfakes seit dem Mainstream-Durchbruch der generativen KI im Jahr 2022 um über 2.100 % zugenommen.

Technologieunternehmen und Strafverfolgungsbehörden bemühen sich intensiv darum, die Benutzer vor KI-Bedrohungen zu schützen, aber die KI-Technologie entwickelt sich schnell weiter und es ist schwierig, mit ihr Schritt zu halten. Es lässt sich nicht leugnen, dass wir in ein Zeitalter beispielloser Fortschritte eintreten, aber wir müssen uns auch der Gefahren bewusst sein.

Gängige Arten von KI-Betrug

Zu lernen, wie Sie häufige KI-Betrugsmaschen erkennen können, gehört zu den besten Schutzmaßnahmen, um ihnen nicht zum Opfer zu fallen. Im Folgenden finden Sie einige der beliebtesten Tricks im Werkzeugkasten eines KI-Betrügers.

1. KI-Stimmenklonung

Bei der KI-Stimmenklonung imitiert ein Betrüger mithilfe von künstlicher Intelligenz die Stimme einer Person. Bei dieser auch als Vishing (ein Kofferwort aus "Voice" und "Phishing") bezeichneten Methode imitieren Betrüger Stimmen, um ihre Opfer dazu zu bringen, Geld oder personenbezogene Daten zu senden.

Betrüger könnten beispielsweise die Stimme Ihres Vorgesetzten imitieren und Sie anrufen, um die Bestätigung sensibler Unternehmensdaten zu erbitten. Oder sie geben sich als eine Ihnen nahestehende Person aus und rufen an, um Sie um dringende finanzielle Hilfe zu bitten, ein typischer Fall ist der bekannte Enkeltrick.

Schon gewusst? Betrüger benötigen nur 3 Sekunden Audiomaterial, um Ihre Stimme präzise zu klonen. Dann können sie kommunizieren und Sie mit verblüffender Genauigkeit imitieren.

Im Jahr 2023 erhielt eine Mutter in den Vereinigten Staaten einen Anruf von ihrer "Tochter" Brie, die sagte, sie sei entführt worden. "Die Stimme klang genau wie Bries Stimme, der Tonfall, alles", sagte DeStefano. Die Betrüger forderten eine 1 Million US-Dollar Lösegeld, das DeStefano glücklicherweise nicht bezahlte, bevor der Trick aufgedeckt wurde.

Um nicht auf KI-Betrug per Telefon hereinzufallen, achten Sie darauf, nicht in Panik zu geraten, wenn ein Angehöriger oder Kollege Sie mit einer dringenden oder beängstigenden Forderung anruft. Legen Sie auf und rufen Sie die Person über einen anderen Kommunikationskanal zurück, um zu bestätigen, dass der erste Anruf legitim war. Es ist auch eine gute Idee, einen sicheren Ausdruck, ein Wort oder eine Frage zu vereinbaren, die nur Sie und Ihre Lieben kennen – wenn jemand Sie ins Visier nimmt, verwenden Sie den vereinbarten Begriff.

2. Deepfake-Betrug

Beim Deepfake-Betrug erstellt der Betrüger ein digitales Abbild einer anderen Person in einem Video. Diese Videos können das Aussehen und die Stimme einer Person nahezu perfekt imitieren.

Deepfake-Betrug kann vorab aufgezeichnete oder Live-Videos verwenden, sodass Opfer womöglich glauben, sie führten einen Videoanruf mit einem Freund oder Kollegen – in Wirklichkeit sprechen sie jedoch mit einem Betrüger. Betrüger erstellen auch häufig Deepfakes von Prominenten und einflussreichen Persönlichkeiten.

In einem kürzlich bekannt gewordenen Fall animierte ein per Deepfake erstelltes Abbild von Elon Musk den pensionierten Krankenpfleger Joseph Ramsubhag in den USA, in einen Kryptowährungsbetrug zu investieren. Der Betrüger hielt ihn im Lauf der Zeit über seinen wachsenden "Reichtum" auf dem Laufenden, was ihn dazu veranlasste, Hunderttausende mehr in den Betrug zu investieren. Als Ramsubhag versuchte zu verkaufen, musste er bald feststellen, dass sein Geld verschwunden war.

Um sich zu schützen, seien Sie bei Versprechungen, die zu gut klingen, um wahr zu sein, äußerst vorsichtig – insbesondere wenn die Nachricht von Prominenten kommt. Und wenn Sie einen dringenden Videoanruf oder eine dringende Nachricht von jemandem erhalten, den Sie kennen, überprüfen Sie dessen Identität, indem Sie über eine andere Plattform mit ihm Kontakt aufnehmen, bevor Sie irgendwelche Maßnahmen ergreifen.

Zusätzlichen Schutz gewinnen Sie mit der in Norton 360 Deluxe enthaltenen Betrugsschutz-Suite. Sie analysiert mithilfe fortschrittlicher künstlicher Intelligenz Muster und visuelle Hinweise in Videos, um Deepfakes und andere ausgeklügelte Betrugsmaschen zu erkennen – damit Sie Bedrohungen frühzeitig erkennen und abwehren können, bevor sie Schaden anrichten.

3. KI-gestützte Bots

KI-Bots sind Online-Chatbots, die versuchen, Sie zu einer Handlung zu verleiten, z. B. auf einen Betrug hereinzufallen, Ihre personenbezogenen Daten preiszugeben oder auf schädliche Links zu klicken. Diese Bots sind darauf programmiert, Gespräche in menschenähnlichem Stil zu führen, sie werden jedoch von generativen KI-Tools angetrieben.

KI-Chatbots imitieren häufig Personen und Organisationen, denen Sie vertrauen, z. B. den technischen Support Ihrer Bank oder sogar einen möglichen romantischen Partner auf einer Dating-Website. Sie können auch in sozialen Medien mit Ihnen interagieren, indem sie Ihre Inhalte liken und kommentieren, um dann per Direktnachricht mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.

KI-Chatbots sind überall im Internet zu finden. Microsoft gibt an, etwa 1,6 Millionen von ihnen pro Stunde bei Registrierungsversuchen für Microsoft-Konten zu blockieren, aber viele weitere schlüpfen wahrscheinlich in anderen Bereichen und auf anderen Websites durch.

Um sich zu schützen, geben Sie keine personenbezogenen Daten per Chat weiter, auch wenn Sie glauben, mit jemandem zu chatten, dem Sie vertrauen. Und klicken Sie niemals auf Links, die per Chat, E-Mail oder SMS gesendet wurden, insbesondere wenn sie von einem unbekannten Absender stammen.

4. KI-generierte Fake-Websites

Betrüger nutzen künstliche Intelligenz, um gefälschte Websites zu erstellen, die echte Unternehmen, Regierungsseiten, Medien und mehr imitieren. In der Vergangenheit dauerte es einige Zeit, eine detaillierte Webseite zu erstellen. Jetzt hingegen können Betrüger mithilfe künstlicher Intelligenz in wenigen Minuten Bilder, Produktbeschreibungen und sogar Kundenbewertungen generieren.

Was die Experten sagen

"Willkommen im Zeitalter der VibeScams! Eine Phishing-Website lässt sich jetzt mit wenigen Klicks erstellen. Jeder mit einer Internetverbindung kann vertrauenswürdige Marken mit erschreckender Genauigkeit nachahmen." - Gen Blog, 2025

Jan Rubín, Teamleiter Threat Research

Betrüger locken Opfer über ausgeklügelte Pharming-Angriffe auf diese mit künstlicher Intelligenz erstellten gefälschten Websites, wo sie ihre personenbezogenen Daten oder Finanzdaten eingeben. Die Opfer glauben, ein Produkt zu kaufen oder sich in ihr Konto einzuloggen, aber in Wirklichkeit senden sie ihre Daten direkt an einen Betrüger.

Abbildung: Funktionsweise durch künstliche Intelligenz erstellter Pharming-Websites
Abbildung: Funktionsweise durch künstliche Intelligenz erstellter Pharming-Websites
Abbildung: Funktionsweise durch künstliche Intelligenz erstellter Pharming-Websites

Betrüger nutzen die eingegebenen Informationen dann für Finanzbetrug, Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe. Oder sie verkaufen Ihre sensiblen Daten im Darknet.

Banken und Online-Finanzdienste wie PayPal werden häufig von Betrügern gefälscht. Achten Sie stets genau auf die URL (Webadresse), um Unterschiede zu den echten Websites zu erkennen und sich vor KI-gestütztem Betrug beim Online-Banking zu schützen.

Wenn Sie Websites besuchen, geben Sie dazu stets ihre Adresse in die Suchleiste ein (oder verwenden Sie Ihre Lesezeichen). Wenn Sie in den sozialen Medien oder in einer Nachricht einen Link zu einer Website sehen, klicken Sie nicht darauf. Solche Links können Sie auf eine Betrügerseite weiterleiten.

5. KI-generierter Dating-Schwindel

Beim KI-Dating-Schwindel versuchen Betrüger mithilfe von KI-Tools, das Herz ihrer Opfer zu gewinnen. Dann manipulieren sie diese, ihnen Geld zu senden. Forschungsergebnisse aus dem Norton Insights Report: Artificial Intimacy legen nahe, dass Dating-Schwindel (mit oder ohne künstliche Intelligenz) weit verbreitet ist: 34 % der derzeitigen Online-Dater geben an, Opfer eines solchen Betrugs geworden zu sein.

Beim Dating-Schwindel generiert jemand mithilfe künstlicher Intelligenz Fotos, Stimmen und Videos einer Person, die nicht existiert (oder imitiert eine echte Person per Deepfake). Dann richten Betrüger Dating-Profile, Konten in sozialen Medien und mehr ein, um der fiktiven Person zu einem digitalen Fußabdruck zu verhelfen. KI-Chatbot-Betrüger automatisieren Gespräche mit vielen Opfern gleichzeitig und können sich entspannt zurücklehnen, während die künstliche Intelligenz die gesamte Überzeugungsarbeit übernimmt.

Kürzlich verlor eine 74-jährige Frau aus der Nähe von Greifswald innerhalb weniger Monate 226.000 Euro, nachdem sie einem Online-Dating-Betrüger zum Opfer gefallen war. Während sie über WhatsApp kommunizierten, schickte die Frau schließlich Bargeld per Post oder kaufte Prepaid-Karten für den Betrüger.

Schon gewusst? Generative KI-Modelle wie GPT 4.5 haben den Turing-Test bereits bestanden. Das bedeutet, dass Menschen nicht mehr erkennen können, ob sie mit einem KI-Bot oder einem anderen Menschen sprechen. Wenn Sie also sicher sind, dass Sie gegen romantische Annäherungsversuche der KI immun wären, sollten Sie noch einmal darüber nachdenken.

6. KI-Phishing-Betrug

Phishing-Angriffe sind Social Engineering-Tricks, bei denen Hacker Nachrichten senden und sich dabei als jemand anderes ausgeben, in der Hoffnung, Ihre privaten Daten abzugreifen.

Bevor die künstliche Intelligenz aufkam, mussten Betrüger ihre eigenen Phishing-Nachrichten verfassen und ihren Opfern antworten. Das alles kann jetzt mithilfe künstlicher Intelligenz automatisiert werden. Betrüger können in Sekundenschnelle überzeugende Nachrichten generieren. Und anders als die unbeholfenen und fehlerhaften Nachrichten der Vergangenheit klingt künstliche Intelligenz authentisch und macht keine für Menschen typischen Fehler, zum Beispiel Tippfehler.

Glücklicherweise helfen neue Tools, die ebenfalls auf künstlicher Intelligenz basieren, Privatpersonen und Unternehmen dabei, ihre Nachrichten schnell auf Anzeichen von Betrug zu scannen. KI-Tools wie Norton Genie haben dabei geholfen, Hunderttausende von Phishing-Nachrichten zu identifizieren und Benutzer vor KI-Spam und Betrug zu schützen.

Laut dem aktuellen Gen Threat Report, der die Cybersicherheitstrends aus den ersten Monaten des Jahres 2025 beschreibt, macht Phishing-Betrug über 30 % aller von Norton Genie erkannten Betrugsfälle aus – das entspricht einem Anstieg von 465 % gegenüber dem Vorquartal.

Diagramm mit Aufschlüsselung der von Norton Genie in den ersten 3 Monaten des Jahres 2025 erkannten Betrugsarten
Diagramm mit Aufschlüsselung der von Norton Genie in den ersten 3 Monaten des Jahres 2025 erkannten Betrugsarten
Diagramm mit Aufschlüsselung der von Norton Genie in den ersten 3 Monaten des Jahres 2025 erkannten Betrugsarten

7. KI-gestützter Anlagebetrug

KI-Anlagebetrug verleitet Opfer durch das Versprechen hoher Renditen dazu, Geld zu senden. Betrüger nutzen KI-generierte Phishing-Nachrichten und KI-Chatbots, um ihre Social Engineering-Taktiken zu automatisieren.

Betrüger verwenden häufig Deepfakes und Stimmenklone, die bekannte Namen aus der Finanzwelt, etwa Elon Musk, imitieren, um sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen.

Investitionen bei Betrügern können legitim erscheinen. Viele Anlagebetrug-Seiten werden von gefälschten Websites gehostet oder haben echte Vertreter am Telefon. Aber sobald Sie Ihr Geld überwiesen haben, werden Sie es nicht wiedersehen.

Um diesen Betrugsmaschen zu entgehen, sprechen Sie mit Ihrer Bank oder Ihrem Finanzberater, bevor Sie wichtige Entscheidungen über Ihr Geld treffen. Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen jemand schnellen Reichtum verspricht, insbesondere wenn dazu sofortiges Handeln verlangt wird oder Kryptowährung beteiligt ist – diese ist bei Betrügern besonders beliebt, da sie praktisch nicht rückverfolgbar ist. Und holen Sie sich niemals Anlageberatung aus Posts in sozialen Medien.

KI-Betrug in den Nachrichten

Betrüger, die künstliche Intelligenz einsetzen, haben ihre Opfer um Hunderte von Millionen geprellt, und ihre Geschichten sind in den weltweiten Medien erschienen. Hier sind einige der größten Fälle von KI-Betrug aus den Nachrichten.

Der gefälschte Konferenzanruf per Deepfake

Ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros Arup überwies rund 25 Millionen USD an Kriminelle, nachdem er die Überweisung in einem Videoanruf mit leitenden Unternehmensmanagern bestätigt bekommen hatte.

Wie sich herausstellte, sprach der Mitarbeiter überhaupt nicht mit den Managern – alle Teilnehmer des Meetings waren Deepfakes. Es handelte sich um einen äußerst raffinierten Deepfake-Angriff mit gleichzeitigen Live-Deepfakes der Führungskräfte eines großen Unternehmens.

Diese Geschichte zeigt, wie Deepfakes auf die höchsten Ebenen großer Unternehmen abzielen. Eine Umfrage von Deloitte aus dem Jahr 2024 ergab, dass über 15 % der Führungskräfte mindestens einen Deepfake-Vorfall in ihren Unternehmen erlebt hatten.

Taylor-Swift-Deepfake betrügt Fans

Aufgrund ihres Mega-Star-Status gehört Taylor Swift zu den am häufigsten verwendeten Namen für KI-gestützten Prominentenbetrug. Bei einem kürzlich vorgefallenen Betrug erschien ihr Gesicht in einer Reihe von Werbeanzeigen in sozialen Medien, die ihren Fans kostenlose Le Creuset-Kochgeschirr-Sets anboten.

Um das Angebot einzulösen, mussten die Teilnehmer ihre personenbezogenen Daten angeben und eine kleine Zahlung für den Versand leisten. Natürlich waren die Videos gefälscht – Swift hatte ein solches Angebot nie gemacht. Betrüger erbeuteten das Geld, die Finanzdaten und die personenbezogenen Daten von Tausenden von Swifties.

So können Sie KI-Betrug vermeiden

KI-Betrug kann schwer zu erkennen sein. Aber Sie können Ihr Risiko begrenzen, indem Sie einige grundlegende Best Practices für Cybersicherheit befolgen.

  • Klicken Sie nicht auf verdächtige Links: Mit Links führen Betrüger Sie zu unsicheren Orten im Internet, z. B. auf gefälschte Websites, und Ihre Geräte sind womöglich gar durch Malware gefährdet. Klicken Sie niemals auf verdächtige Links, die per Chat, E-Mail oder SMS gesendet werden.
  • Klicken Sie nicht auf Links in Posts in sozialen Medien: Betrüger verbreiten schädliche Links und KI-Fehlinformationen gern über soziale Medien – insbesondere über virale Posts, die Ihre Familie und Freunde möglicherweise teilen.
  • Seien Sie skeptisch gegenüber unaufgeforderten Nachrichten: Unaufgeforderte Nachrichten stammen häufig von Betrügern. Künstliche Intelligenz hilft ihnen, mehr dieser Nachrichten als je zuvor zu generieren und darauf zu reagieren. Es ist am besten, auf diese Nachrichten nicht zu antworten.
  • Teilen Sie möglichst wenige personenbezogene Daten online: Teilen Sie Ihre personenbezogenen Daten nicht in sozialen Medien, Messaging-Apps, KI-Tools oder anderswo im Internet (außer bei Ihren vertrauenswürdigen Finanz- oder Behördenkonten). Betrüger durchsuchen mithilfe künstlicher Intelligenz das Internet nach personenbezogenen Daten, die sie dann für Identitätsdiebstahl ausnutzen.
  • Investieren Sie in KI-Betrugsschutz: Eine der wirksamsten Methoden zur Bekämpfung von KI-Cyberbedrohungen ist der Einsatz von KI-Cybersicherheit. Betrugserkennung-Tools mit KI identifizieren KI-Risiken und warnen Sie, bevor es zu spät ist. Norton Genie erkennt Betrug beispielsweise mit einer Genauigkeit von über 90 %.
  • Seien Sie vorsichtig bei dringenden oder ungewöhnlichen Anfragen: Wenn jemand Ihnen eine dringende Anfrage sendet, vielleicht mit Drohungen verbunden, könnte es sich um einen Betrüger handeln, der versucht, Sie zu manipulieren. Gehen Sie auf Distanz und warten Sie, bis Sie klar denken können, bevor Sie handeln.
  • Identitäten von Anrufern/Absendern überprüfen: Überprüfen Sie immer die Identität eines Anrufers oder Absenders, wenn Sie eine Nachricht erhalten, in der nach personenbezogenen Daten oder Geld gefragt wird. Überprüfen Sie deren Identität, indem Sie sie über einen anderen Kommunikationskanal anrufen.

Was tun, wenn Sie auf einen KI-Betrug hereingefallen sind?

Etwa ein Drittel aller KI-Betrugsversuche ist erfolgreich. Das Risiko, zum Opfer zu werden, besteht immer, selbst wenn Sie Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. Das sollten Sie tun, falls Sie auf einen KI-Betrug hereinfallen:

  • Sichern Sie gehackte Konten: Ändern Sie Ihre Passwörter oder schließen Sie betroffene Konten. Wenn es sich um Finanzkonten handelt, wenden Sie sich an die Organisation und richten Sie Betrugswarnungen ein.
  • Melden Sie den Betrug den Behörden: Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei oder über das Online-Polizeiportal Ihres Bundeslandes. Dies kann den Behörden helfen, den Betrug zu verfolgen und zu verhindern, dass ihm weitere Personen zum Opfer fallen.
  • Dokumentieren Sie alles: Führen Sie ein Tagebuch und dokumentieren Sie jede Art und Weise, wie Sie von dem Betrug betroffen sind. Drucken Sie Kontoauszüge und Polizeiberichte aus und machen Sie Screenshots etwaiger Kommunikation mit dem Betrüger. Eine klare Dokumentation ist entscheidend, damit Sie Ihr Geld zurückbekommen und um den Ermittlern zu helfen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
  • Überwachen Sie Ihre Finanzkonten: Behalten Sie Ihre Konten im Auge, um unbekannte Abbuchungen oder andere ungewöhnliche Aktivitäten zu erkennen.
  • Scannen Sie Ihre Geräte auf Malware: Scannen Sie Ihre mit dem Internet verbundenen Geräte (Smartphone, Tablet, Computer usw.) mithilfe von Antivirus-Software auf Malware. Diese Software erkennt versteckte Viren und andere schädliche Aktivitäten, die im Hintergrund stattfinden.

Lassen Sie sich nicht von Robotern täuschen

Künstliche Intelligenz hat Betrügern eine Reihe neuer Tricks verschafft, von Deepfakes bis hin zu KI-erstellter Malware. Aber Sie müssen KI-Betrugsmaschen nicht zum Opfer fallen. Um ihren Fallstricken zu entgehen, lernen Sie, die Tricks der Betrüger zu erkennen, und holen Sie sich den neuesten Cybersicherheitsschutz mit künstlicher Intelligenz mit Norton 360 Deluxe.

Norton 360 Deluxe hilft dabei, Hacker zu blockieren, Ihre vertraulichen Informationen zu schützen und alle Geräte auf KI-Betrug zu überwachen – damit Sie kein Cyberforensik-Spezialist werden müssen, nur um online sicher zu bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Ist ChatGPT sicher?

Ja, ChatGPT ist im Allgemeinen sicher. OpenAI (die Entwickler von ChatGPT) setzt fortschrittliche Cybersicherheitsmaßnahmen und Inhaltsmoderation ein, um Benutzer vor Cyberbedrohungen, schädlichen Interaktionen und Fehlinformationen zu schützen.

Benutzer sollten es jedoch vermeiden, personenbezogene Daten in Gesprächen mit ChatGPT zu teilen. OpenAI speichert Gespräche zu Forschungszwecken. Das Teilen personenbezogener Daten kann daher Ihr Risiko im Falle einer Datenpanne erhöhen.

Ist künstliche Intelligenz Betrug?

Nein, künstliche Intelligenz ist kein Betrug. Künstliche Intelligenz ist eine legitime Technologie, die Algorithmen des maschinellen Lernens nutzt, um Muster in Daten zu erkennen und Ergebnisse vorherzusagen. Wie bei jeder anderen Technologie hängen die Vorteile oder Risiken der künstlichen Intelligenz davon ab, wie sie eingesetzt wird.

Ärzte setzen künstliche Intelligenz ein, um Krebs genauer zu erkennen und zu verhindern. Auf der anderen Seite missbrauchen Betrüger künstliche Intelligenz, um überzeugende Betrugsmaschen zu entwickeln und Opfer um ihr Geld und ihre sensiblen Daten zu bringen.

Benjamin Gorman
Benjamin Gorman ist professioneller Cybersecurity-Autor und Berater für generative KI. Für Norton verfasst er Artikel über verschiedene Arten von KI und die mit diesen verbundenen Cyberbedrohungen.

Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel enthalten Bildungsinformationen für Sie. Unsere Angebote decken möglicherweise nicht jede Art von Kriminalität, Betrug oder Bedrohung ab, über die wir schreiben, oder schützen davor. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Cyber Safety zu schärfen. Bitte lesen Sie die vollständigen Bedingungen während der Registrierung oder Einrichtung. Denken Sie daran, dass niemand alle Identitätsdiebstähle oder Cyberkriminalität verhindern kann und dass LifeLock nicht alle Transaktionen in allen Unternehmen überwacht. Die Marken Norton und LifeLock sind Teil von Gen Digital Inc.


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