So überprüfen Sie Ihren Router auf Viren und entfernen Malware
Ein Router-Virus kann Ihr WLAN verlangsame sowie unerwartete Pop-ups oder ungewöhnliche Aktivitäten in Ihrem Heimnetzwerk verursachen. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Router-Virenscan durchführen. Installieren Sie dann Norton AntiVirus Plus, um Ihre verbundenen Geräte vor Viren und anderer Malware zu schützen.
- Kann ein Router einen Virus bekommen?
- So erkennen Sie, ob Ihr Router von einem Virus befallen ist:
- So suchen Sie auf Ihrem Router nach Viren
- Das können Sie tun, wenn Ihr Router einen Virus hat
- So schützen Sie Ihren Router vor Viren, bevor es zur Infektion kommt
- Schützen Sie die Geräte in Ihrem Heimnetzwerk
- Häufig gestellte Fragen
Router-Viren verlangsamen nicht nur Ihr Internet; sie können Ihren Datenverkehr kapern, Sie auf unsichere Websites umleiten und es anderer Malware ermöglichen, die Kontrolle über Ihre Geräte zu übernehmen. Beispielsweise infizierte der TheMoon-Virus über 40.000 Router und intelligente Geräte in 88 Ländern, sodass Cyberkriminelle diese Netzwerke nutzen und kriminelle Aktivitäten verschleiern konnten.
Die gute Nachricht ist, dass Sie Router-Malware mithilfe einer schnellen Router-Integritätsprüfung erkennen können. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie Router-Malware erkennen, Ihren Router unkompliziert überprüfen und zum Schutz Ihres Routers beitragen können.
Kann ein Router einen Virus bekommen?
Viren und andere Malware können Router infizieren, indem sie Firmware-Sicherheitslücken und Fehler in der Web-Administrationsoberfläche ausnutzen. Router-Firmware – die integrierte Software, die ihn betreibt – ist oft leichter auszunutzen, wenn sie veraltet ist.
Zum Beispiel nutzte die Botnet-Malware VPNFilter Firmware-Sicherheitslücken in über einer halben Million Routern aus, bis das FBI sie am 23. Mai 2018 unter Kontrolle brachte. VPNFilter griff Router an, um Daten zu sammeln, und konnte sie funktionsunfähig machen.
Hacker können Router auch mit Brute-Force-Angriffen angreifen, um Admin-Passwörter zu erraten. Sobald Kriminelle eingedrungen sind, können sie DNS- oder andere Einstellungen ändern, um Sie auf unsichere Websites umzuleiten, auf denen Ihr Gerät mit Computerwürmern oder anderer Malware infiziert werden könnte.
So erkennen Sie, ob Ihr Router von einem Virus befallen ist:
Ihr Router hat möglicherweise einen Virus, wenn Sie anhaltende Probleme oder ungewöhnliches Verhalten auf mehreren Geräten in Ihrem Heimnetzwerk feststellen. Häufige Warnsignale sind der Verlust des Zugriffs auf das Admin-Dashboard des Routers, unerklärliche Änderungen an Einstellungen, Weiterleitungen auf andere Webseiten oder häufige Verbindungsabbrüche.
Achten Sie auf die folgenden Anzeichen, um einen Router-Virus zu erkennen:
- Probleme mit der Admin-Seite: Viren können Sie aussperren, indem sie Ihren Admin-Benutzernamen und das dazugehörige Passwort, den Namen Ihres drahtlosen Netzwerks oder die IP-Adresse des Routers ändern.
- Geänderte Einstellungen: Malware kann Ihre UPnP-Einstellungen (Universal Plug and Play) verändern, wodurch Online-Gaming-Ports automatisch geöffnet werden und Malware unbemerkt auf Ihre Geräte gelangen kann.
- Ungewöhnliche Aktivitäten: Ungewöhnliche Aktivitäten im Aktivitätsprotokoll Ihres Routers umfassen umfangreiche ausgehende Verbindungen, Aktivitätsspitzen zu späten Stunden oder wiederholte Kommunikation mit unbekannten IP-Adressen, auf die Sie normalerweise nicht zugreifen.
- Router überhitzt sich: Eine plötzliche Überhitzung kann ein Symptom für böswillige oder abnormale Aktivitäten sein.
- Umgeleiteter Web-Datenverkehr: Wenn mehrere Geräte und Browser Sie auf verschiedene URLs und gefälschte Seiten weiterleiten, wurden möglicherweise die DNS-Einstellungen Ihres Routers gekapert.
- Häufige Verbindungsabbrüche: Wiederholte, unerklärliche Verbindungsabbrüche können auf eine instabile Firmware aufgrund eines gehackten Routers hinweisen.
- Unbekannte Geräte im Netzwerk: Suchen Sie nach Geräten, die Sie nicht erkennen. In einigen Fällen suchen Angreifer mithilfe eines Wardriving-Angriffs nach Netzwerken und nutzen Router-Sicherheitslücken aus.
So suchen Sie auf Ihrem Router nach Viren
Sie können überprüfen, ob Ihr Router von einem Virus befallen ist, indem Sie sich einloggen, die Aktivitätsprotokolle auf verdächtiges Verhalten überprüfen und in den Sicherheitseinstellungen nach etwaigen Änderungen suchen.
1. Loggen Sie sich bei Ihrem Router ein
Melden Sie sich zunächst bei Ihrem Router an, um auf Ihr Admin-Dashboard zuzugreifen. Damit haben Sie verdächtige Vorgänge und Veränderungen im Blick, die auf einen infizierten Router hinweisen können. Wenn Sie über eine Router-Verwaltungs-App verfügen und dort Log-Dateien zu Aktivitäten sowie Änderungen prüfen können, gehen Sie einfach zum nächsten Schritt über.
So melden Sie sich bei Ihrem Router an:
- Suchen Sie die lokale IP des Routers auf dem Etikett (häufig 192.168.0.1 oder 192.168.1.1).
- Den Admin-Benutzernamen und das Passwort (Netzwerksicherheitsschlüssel) finden Sie in der Bedienungsanleitung oder am Router.
- Geben Sie die Router-IP in die Adressleiste des Browsers ein.
- Geben Sie die Anmeldedaten des Routers ein, um auf das Admin-Dashboard zuzugreifen.
Wenn die Anmeldedaten fehlschlagen, hat möglicherweise jemand diese geändert. Gehen Sie in diesem Fall direkt zu unserer Anleitung, was zu tun ist, wenn der Router mit einem Virus infiziert ist.
2. Überprüfen Sie die Aktivitätsprotokolle und Geräte Ihres Routers
Die Aktivitätsprotokolle Ihres Routers können Sie auf neu hinzugefügte Geräte oder Datenverkehrsspitzen aufmerksam machen, die verdächtig sein könnten. Suchen Sie nach einem allgemeinen Aktivitätsprotokoll, das sich möglicherweise unter den Kindersicherungs- oder erweiterten Einstellungen befindet. Wenn Sie eine Router-Verwaltungs-App haben, durchsuchen Sie deren Menüs, um diese Informationen zu finden.
Hier sind einige Anzeichen dafür, dass Sie möglicherweise einen Virus haben:
- Unbekannte Geräte: Unbekannte Geräte könnten Eindringlingen in der Nähe gehören, etwa z. B. einem Nachbarn oder einer vorbeigehenden Person. Dies könnte darauf hinweisen, dass jemand sich absichtlich unbefugterweise Zugriff auf Ihr Netzwerk verschafft hat.
- Die Anmeldung schlägt wiederholt fehl: Mehrere falsche Passworteingaben im Protokoll können auf einen Brute-Force-Angriff hinweisen.
- Ungewöhnliche Datenverkehrsspitzen: Hoher ausgehender Datenverkehr oder Aktivität, wenn niemand in Ihrem Zuhause Ihr Heimnetzwerk nutzt, könnte bedeuten, dass der Router mit einem Virus oder einer anderen Art von Malware infiziert ist.
3. Überprüfen Sie die Router-Einstellungen.
Überprüfen Sie die Einstellungen Ihres Routers, d. h. den WLAN-Namen, die Administrator-Anmeldedaten und die Einstellungen für den Remote-Zugriff. Unerwartete Änderungen können bedeuten, dass Ihr Router gehackt wurde.
Achten Sie unter anderem auf die folgenden verdächtigen Änderungen in Ihrem Router:
- DNS-Einstellungen: Änderungen an Ihren DNS-Einträgen (Domain Name System) können Ihren Netzwerkverkehr auf gefälschte Anmeldeseiten umleiten, die Ihre Anmeldedaten abgreifen.
- Port-Weiterleitung: Viren können Regeln zur Port-Weiterleitungsregeln ändern, um versteckte Backdoors zu erstellen, die Hackern einen einfachen Angriffsvektor in Ihr Heimnetzwerk bieten.
- UPnP (Universal Plug and Play): Hacker können UPnP aktivieren, um unnötige Ports zu öffnen und Malware an Ihrer Firewall vorbeizuschleusen.
- Remote-Zugriff: Änderungen an den Einstellungen für den Remote-Zugriff können Hackern ermöglichen, Ihre Heimgeräte zu steuern, um vertrauliche Informationen zu stehlen.
- Gerätezugriffslisten: Mit einer geänderten Geräte-Blacklist oder -Whitelist kann jemand Ihre eigenen Geräte entfernen oder die eines Angreifers hinzufügen, wodurch dieser einen einfachen Zugang zu Ihrem Netzwerk erhält
- Gast-Netzwerke: Malware könnte ein neues Gast-WLAN erstellen, das Sie nicht eingerichtet haben, und so nahegelegenen Angreifern einen offenen Einstiegspunkt bieten.
Das können Sie tun, wenn Ihr Router einen Virus hat
Wenn Ihr Router einen Virus hat, trennen Sie sofort die Internetverbindung und setzen Sie den Router auf die Werkseinstellungen zurück. Sichern Sie dann Ihren Router mit einem neuen, starken Passwort. Sobald Sie die Verbindung wiederhergestellt haben, aktualisieren Sie Ihre Firmware.
Diese Anleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, was Sie tun müssen, wenn Ihr Router mit einem Virus infiziert ist:
- Trennen Sie die Verbindung zum Internet: Trennen Sie Ihren Router von der Stromquelle, um die Verbindung zum Internet zu trennen. Eine physische Trennung verhindert, dass Malware Ihre Daten an Cyberkriminelle sendet.
- Setzen Sie das System auf die Werkseinstellungen zurück: Halten Sie den vertieften Reset-Knopf an Ihrem Router etwa 30 Sekunden lang gedrückt, um die Werkseinstellungen wiederherzustellen. Dadurch werden Malware-Infektionen in Ihrer Firmware entfernt.
- Admin-Anmeldedaten ändern: Lassen Sie den Router offline, und legen Sie im Router-Dashboard einen neuen Admin-Benutzernamen und ein starkes, einzigartiges Passwort fest.
- Stärkere Verschlüsselung verwenden: Ändern Sie in den Einstellungen Ihres Routers auch die Verschlüsselung auf WPA2 oder WPA3. Halten Sie sich an diese stärkeren Verschlüsselungsmethoden, und vermeiden Sie schwache Sicherheitsprotokolle wie WPA oder WEP.
- Alle verbundenen Geräte scannen: Führen Sie einen vollständigen Antivirus-Scan auf allen Ihren Geräten durch, um Malware zu entfernen. Überwachen Sie die Geräte weiterhin auf ungewöhnliches Verhalten, etwa Website-Weiterleitungen, Pop-ups oder Systemabstürze, die auf eine anhaltende Infektion hinweisen können.
- Router wieder verbinden und sichern: Stellen Sie die Verbindung Ihres Router wieder her, und aktualisieren Sie sofort Ihre Firmware. Deaktivieren Sie dann unsichere Funktionen, die Sie nicht verwenden, z. B. Remote-Management und UPnP, um weniger angreifbar zu sein.
So schützen Sie Ihren Router vor Viren, bevor es zur Infektion kommt
Schützen Sie Ihren Router vor Viren, indem Sie Standardpasswörter ändern, WPA2- oder WPA3-Verschlüsselung verwenden und die Firmware Ihres Routers regelmäßig aktualisieren. Sie sollten außerdem Maßnahmen ergreifen, um die mit Ihrem Heimnetzwerk verbundenen Geräte zu schützen: Halten Sie die Software auf dem neuesten Stand, und verwenden Sie eine vertrauenswürdige Antivirus-App.
Hier zeigen wir einige Schritte, die Sie unternehmen können, um Ihren Router vor Viren zu schützen:
- Firmware auf dem neuesten Stand halten: Aktualisieren Sie die Firmware Ihres Routers regelmäßig, um durch veralteten Firmware verursachte Sicherheitslücken zu vermeiden. Wenn Ihr Router automatische Updates unterstützt, aktivieren Sie diese in den Einstellungen Ihres Routers.
- WPS deaktivieren: Deaktivieren Sie Wi-Fi Protected Setup (WPS) auf Ihrem Router, da dies bekannte Sicherheitslücken aufweist. WPS ist in der Regel eine Taste, die sich an der Vorderseite von Routern befindet.
- Firewall aktivieren: Stellen Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Routers sicher, dass Ihre Firewall aktiv ist, um unerwünschte oder nicht erkannte Verbindungen zu blockieren.
- Remote-Verwaltung deaktivieren: Deaktivieren Sie die Remote-Verwaltung (manchmal unter WAN- oder Sicherheitseinstellungen aufgeführt), sofern Sie sie nicht unbedingt benötigen. Wenn Sie sie verwenden müssen, stellen Sie sicher, dass sie auf ein Gerät beschränkt bleibt, und schütze sie mit einem starken Passwort.
- UPnP begrenzen: Deaktivieren Sie UPnP, wenn Sie es nicht verwenden. UPnP öffnet automatisch Ports für bestimmte Anwendungen, was von Malware ausgenutzt werden kann. Aktivieren Sie diese Funktion nur bei Bedarf, z. B. bei der Fehlerbehebung von Online-Spielen, und deaktivieren Sie sie anschließend wieder.
- Portweiterleitung deaktivieren: Schließen Sie weitergeleitete Ports in Ihren Sicherheitseinstellungen, um zu verhindern, dass Hacker Malware an Ihrer Firewall vorbeischleusen. Wenn Sie Ports öffnen müssen, beschränken Sie sie auf ein Gerät, und schließen Sie sie, sobald Sie fertig sind.
- IoT-Geräte isolieren: Erstelle Sie ein Gastnetzwerk, um Ihre IoT-Geräte von Ihrem Hauptnetzwerk zu isolieren, da sie anfälliger für Angriffe sein können.
- Schützen Sie Ihre Geräte: Schützen Sie Ihre Geräte, indem Sie Ihre Software auf dem neuesten Stand halten und ein zuverlässiges Antivirus verwenden. Regelmäßige Scans können helfen, versteckte Bedrohungen wie Trojaner zu erkennen, bevor sie sich auf Geräte in Ihrem Heimnetzwerk ausbreiten.
Schützen Sie die Geräte in Ihrem Heimnetzwerk
Der Schutz des Heimnetzwerks umfasst die Sicherung Ihrer Geräte und Ihres Routers. Norton AntiVirus Plus hilft dabei, Ihre verbundenen Geräte mit preisgekröntem Antivirus, KI-gestützter Betrugserkennung und Schutz vor Hackerangriffen zu sichern. Holen Sie sich die Anwendung noch, heute und schützen Sie bis zu fünf Geräte mit ein und demselben Abonnement.
Häufig gestellte Fragen
Wie erkenne ich, ob mein Heimnetzwerk infiziert ist?
Einige Anzeichen dafür, dass Ihr Heimnetzwerk infiziert ist, sind unerwartete Aktivitäten oder verbundene Geräte, Änderungen an den Einstellungen Ihres Routers und die Identifizierung von Malware auf mehreren Geräten durch Ihre Antivirus-Software.
Wie oft sollte ich mein WLAN auf Malware scannen?
Sie sollten Ihr WLAN-Netzwerk mindestens alle sechs Monate auf Sicherheitslücken überprüfen. Öffnen Sie die Admin-Einstellungen Ihres Routers, und suchen Sie nach verdächtigen Aktivitäten, Änderungen oder Geräten. Sie sollten verbundene Geräte mindestens einmal pro Woche scannen.
Kann ich meinen Router mit dem Antivirus meines Computers scannen?
Nur wenige Antivirenprogramme können einen Router direkt scannen, aber die meisten Router-Viren können durch Zurücksetzen des Routers auf dem Werkseinstellungen entfernt werden. Wenn Ihr Antivirus Malware auf mehreren Geräten erkennt, könnte dies darauf hinweisen, dass sich Malware auf Ihrem Router befindet.
Können sich Viren über WLAN verbreiten?
Viren können sich per WLAN verbreiten. Malware kann sich von einem infizierten Gerät aus auf andere Geräte im selben Netzwerk ausbreiten, oder die Infektion kann direkt am Router beginnen.
Kann ein Modem einen Virus bekommen?
Modems können mit Viren infiziert werden, wenn Kriminelle veraltete Firmware ausnutzen. Sie sollten automatische Firmware-Updates zulassen oder manuell mindestens alle sechs Monate nach Updates suchen.
Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel enthalten Bildungsinformationen für Sie. Unsere Angebote decken möglicherweise nicht jede Art von Kriminalität, Betrug oder Bedrohung ab, über die wir schreiben, oder schützen davor. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Cyber Safety zu schärfen. Bitte lesen Sie die vollständigen Bedingungen während der Registrierung oder Einrichtung. Denken Sie daran, dass niemand alle Identitätsdiebstähle oder Cyberkriminalität verhindern kann und dass LifeLock nicht alle Transaktionen in allen Unternehmen überwacht. Die Marken Norton und LifeLock sind Teil von Gen Digital Inc.
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