Gehackter Router? 10 Warnsignale und Tipps zu Ihrem Schutz
Gibt es Probleme mit Ihrem WLAN? Vielleicht handelt es sich um ein ganz einfaches Problem, etwa falsch konfigurierte Netzwerkeinstellungen. Aber es könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass jemand Ihren Router gehackt hat. Hier beschreiben wir 10 häufige Anzeichen für einen gehackten WLAN-Router, was Sie dagegen tun können und wie Sie Ihre verbundenen Geräte mit hochwirksamer Sicherheitssoftware schützen.
- 1. Geringe Internetgeschwindigkeit
- 2. Router-Anmeldefehler
- 3. Browser-Umleitungen
- 4. Verdächtige Netzwerkaktivitäten
- 5. Unbekannte Software-Downloads
- 6. Session Hijacking
- 7. Ransomware-Nachrichten
- 8. Falsche Antivirus-Benachrichtigungen
- 9. Ungewöhnlich viel Pop-up-Werbung
- 10. Warnmeldungen von Ihrem Internetanbieter
- Häufige Ursachen für Router-Hacking
- Warum Router-Hacking für Sie gefährlich ist
- So können Sie überprüfen, ob Ihr Router gehackt wurde
- Was tun, wenn der Router gehackt wurde?
- Tipps zur Abwehr von Router-Hacking
- Schützen Sie Ihren Router mit Norton
- Häufig gestellte Fragen
Sie sind vielleicht überzeugt, dass Ihre Geräte vor Malware geschützt sind, aber ohne Sicherheit für Ihren Router könnte Ihr Heimnetzwerk dennoch angreifbar für Cyberkriminelle sein. Router können gehackt werden, genau wie Smartphones oder Computer. Durch Hacking Ihres WLANs könnte ein Hacker die von Ihnen übertragenen Daten wie z. B. Ihre Zugangsdaten für Finanzkonten einsehen oder Malware auf verbundene Geräte einschleusen.
Lesen Sie weiter, um mehr über 10 wichtige Warnzeichen für einen gehackten WLAN-Router zu erfahren und Tipps dafür zu erhalten, wie Sie Ihr Netzwerk absichern können, bevor aus kleinen Problemen ernsthafte Sicherheitsverletzungen werden.
1. Geringe Internetgeschwindigkeit
Langsames Internet: An sich kann dies ein normales Symptom sein, verursacht durch Faktoren wie eine ungeeignete Platzierung des Routers, Signalstörungen, schlechte Wetterbedingungen oder zu viele verbundene Geräte. Wenn jedoch andere Probleme zusammen mit der Trägheit auftreten oder die langsame Geschwindigkeit über längere Zeit ohne ersichtlichen Grund anhält, dann ist es Zeit, der Sache nachzugehen.
Cyberkriminelle mit Zugriff auf Ihr WLAN-Netzwerk könnten es für Botnet-Aktivitäten, Malware-Verbreitung oder Cryptomining nutzen. All diese Aktivitäten können große Mengen an Bandbreite verbrauchen und die Leistung Ihrer Internetverbindung erheblich mindern. Wenn Ihre Verbindung plötzlich ungewöhnlich langsam wird, könnte dies also darauf hindeuten, dass jemand sich Zugang zu Ihrem Router verschafft hat.
2. Router-Anmeldefehler
Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich mit Ihren üblichen Anmeldedaten in den Admin-Einstellungen Ihres Routers anzumelden (normalerweise durch Eingabe der IP-Adresse Ihres Routers, z. B. 192.168.0.1, in Ihren Browser), könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass ein Hacker Zugriff erlangt und Ihr Passwort geändert hat.
Hacker könnten mithilfe von Brute-Force-Passwort-Angriffen in die Einstellungen Ihres Routers eingedrungen sein oder es geschafft haben, Sie mithilfe von Social-Engineering-Taktiken dazu zu bringen, Ihr Passwort mit ihnen zu teilen. Wie auch immer sie eingedrungen sind: Ein Cyberkrimineller mit Zugriff auf Ihre Router-Einstellungen kann Sicherheitslücken schaffen, um Ihre Daten weiter per Exploit auszunutzen.
3. Browser-Umleitungen
Unter Browser-Weiterleitungen versteht man es, wenn Ihr Internetbrowser Sie zu einer völlig anderen Website führt als der, die Sie besuchen wollten. Hacker, die Zugriff auf das Administratorkonto Ihres Routers erlangen, können Browser-Hijacking-Techniken verwenden und Ihre Einstellungen für Domain und IP-Adresse ändern, um Sie zwangsweise auf eine von ihnen kontrollierte Website umzuleiten.
Dies ist in der Regel eine bösartige Website, die Malware oder Viren hostet, die Ihr Gerät infizieren können, wenn Sie auf einen Link klicken, oder sie enthält womöglich gefälschte Formulare, die vertrauliche Informationen, die Sie eingeben, erfassen und an den Cyberkriminellen senden.
4. Verdächtige Netzwerkaktivitäten
Eine regelmäßige Überprüfung Ihrer WLAN-Aktivitäts-Logs über die Benutzeroberfläche Ihres Dienstanbieters (z. B. Telekom oder Fritzbox) kann Ihnen helfen, unbekannte IP-Adressen aufzuspüren, die Ihr Internet nutzen. Dies könnte ein Hinweis auf einen WLAN-Hack sein, bei dem nicht autorisierte Geräte auf Ihr Netzwerk zugreifen, um Ihre Sicherheitseinstellungen zu durchbrechen oder unbemerkt Daten zu übertragen, ohne Warnmeldungen auszulösen.
Oder es ist einfach ein Nachbar, der Glück hatte und Ihr WLAN-Passwort erraten hat. So oder so: Es ist in ihrem Interessse, unerwünschte Netzwerk-Besucher daran zu hindern, Ihre Bandbreite zu verschlingen.
5. Unbekannte Software-Downloads
Wenn Sie bemerken, dass auf Geräten, die mit Ihrem Heimnetzwerk verbunden sind, neue Apps oder Software erscheinen, die Sie nicht heruntergeladen haben, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass sich jemand unberechtigten Zugriff verschafft hat.
Wenn Ihr Router gehackt wird, können Cyberkriminelle möglicherweise Ihren Netzwerkverkehr abfangen und Schadprogramme einschleusen, die auf Ihrem Gerät installiert werden. Diese "Drive-by-Downloads" können Spyware oder Remote-Access-Trojaner enthalten, die es Hackern ermöglichen, Ihre sensiblen Daten einzusehen oder Ihr Gerät zu steuern.
6. Session Hijacking
Wenn Ihnen Anzeichen für Session Hijacking auffallen (wobei ein Angreifer Ihre Internetsitzung übernimmt), ist das ein weiteres Warnsignal dafür, dass Ihr Netzwerk möglicherweise gehackt wurde. Hacker können Sicherheitslücken in Routern (etwa die Cisco-SNMP-Schwachstelle, die es Angreifern ermöglichte, Rootkits auf älteren Netzwerkgeräten zu installieren) ausnutzen, um den gesamten Datenverkehr abzufangen, der durch Ihr drahtloses Netzwerk fließt.
Von dort aus können sie Sitzungstoken oder Anmeldedaten stehlen, um Ihre Sitzung zu kapern, was ihnen möglicherweise den Zugriff auf sensible Daten oder sogar Änderungen an Ihren Online-Kontoeinstellungen ermöglicht.
7. Ransomware-Nachrichten
Nach einem Router-Leak versuchen Cyberkriminelle möglicherweise, Sie durch das Versenden von Ransomware-artigen Nachrichten per E-Mail oder Popups auf mit dem Netzwerk verbundenen Geräten einzuschüchtern und zur Zahlung zu bewegen.
Bei herkömmlichen Ransomware-Cyberangriffe verschlüsselt der Angreifer normalerweise digitale Dateien, Systeme und andere Assets, bis Sie das geforderte Lösegeld zahlen; Hacker mit Zugriff auf Ihr Netzwerk können jedoch stattdessen damit drohen, Ihre Daten abzufangen oder Ihre Internetverbindung zu unterbrechen, wenn Sie nicht zahlen.
8. Falsche Antivirus-Benachrichtigungen
Wenn plötzlich Popups erscheinen, die behaupten, Ihr Gerät sei infiziert, und Sie dazu auffordern, ein Antivirusprogramm herunterzuladen oder zu aktivieren, könnte dies ein Anzeichen dafür sein, dass Ihr Netzwerk gehackt wurde. Hacker mit Zugriff auf Ihren Router könnten Ihren Internetverkehr auf gefälschte Websites umleiten, die sich wie Scareware verhalten und gefälschte Antivirus-Benachrichtigungen an Ihr Gerät senden, um Sie dazu zu verleiten, schädliche Software herunterzuladen.
9. Ungewöhnlich viel Pop-up-Werbung
Wenn Sie weitaus mehr Popup-Werbung als gewöhnlich sehen, insbesondere wenn dies auf mehreren Geräten in Ihrem Netzwerk der Fall ist, könnte dies darauf hindeuten, dass jemand Ihren Router kompromittiert hat. Diese Anzeigen enthalten auch oft versteckte Adware, die sich möglicherweise auf Ihrem Gerät installiert, wenn Sie darauf klicken. Das verschlimmert das Problem und führt zu noch mehr Popups, die zusätzliche Malware enthalten.
10. Warnmeldungen von Ihrem Internetanbieter
Schließlich könnte Ihr Internet Service Provider Sie warnen, wenn er gesteigerte oder ungewöhnliche Aktivitäten in Ihrem Netzwerk feststellt – eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob jemand Ihr WLAN unbefugt nutzt.
Wenn Sie eine Benachrichtigung von Ihrem Internet Service Provider erhalten, nehmen Sie diese ernst. Wenn Sie jedoch Grund zu der Annahme haben, dass es sich um eine gefälschte Nachricht handeln könnte, rufen Sie Ihren Internetanbieter direkt an, und vergewissern Sie sich, dass dieser Sie kontaktiert hat.
Häufige Ursachen für Router-Hacking
Nachdem Sie nun einige Anzeichen kennen, auf die Sie achten sollten und die darauf hindeuten könnten, dass Ihr Router gehackt wurde, fragen Sie sich vielleicht, wie es überhaupt zu WLAN-Hacking kommen kann.
Es gibt eine Reihe häufiger Ursachen, darunter:
- Schwache Passwörter: Wenn Sie sehr einfache Passwörter (wie "admin","password123" oder gar Ihren Geburtstag) zur Administrator-Anmeldung für Ihren Router verwenden, machen Sie es Hackern leicht, in die Einstellungen Ihres Routers einzudringen. Wenn jemand Ihr Passwort knackt, könnte er Ihre Netzwerkeinstellungen ändern und Ihre Daten abfangen oder Sie aussperren.
- Veraltete Firmware: Router-Hersteller veröffentlichen regelmäßig Firmware-Updates, um Sicherheitslücken zu schließen. Wenn Sie die Firmware Ihres Routers jedoch nicht aktualisieren, bleiben diese Schwachstellen in Ihrem Netzwerk möglicherweise bestehen und bieten Angreifern leicht zu nutzende Einfallstore für Exploits.
- Remoteverwaltung aktiviert: Remote-Verwaltungsfunktionen ermöglichen es Ihnen, von außerhalb Ihres Heimnetzwerks auf die Einstellungen Ihres Routers zuzugreifen. Dies ist zwar praktisch, schafft aber auch eine Einstiegsmöglichkeit für Hacker, die das Internet nach exponierten Routern absuchen.
- Ungesichertes WLAN: Netzwerke ohne Passwörter oder mit veralteter Verschlüsselung (wie WEP oder WPA) können von Hackern leicht infiltriert werden, indem sie eine Technik namens Wardriving verwenden, bei der sie lokale Gebiete durchstreifen und nach anfälligen Netzwerken suchen, an die sie sich anhängen können.
- Schädliche Firmware: Bei raffinierten Angriffen ersetzen Hacker legitime Router-Firmware durch modifizierte Versionen, die Backdoors und Rootkits enthalten. Das verschafft ihnen nahezu nicht aufzuspürenden Zugriff auf Ihre Internetverbindung.
- Infizierte verbundene Geräte: Schon eine Sicherheitsverletzung auf einem einzigen Gerät – etwa einem Laptop, der bei Nutzung eines öffentlichen WLANs mit Malware infiziert wurde – kann Ihr gesamtes Netzwerk gefährden. Hacker können dieses Gerät nutzen, um nach Schwachstellen zu suchen und Ihren Router von innen anzugreifen.
- DNS-Hijacking: Wenn Angreifer Zugriff auf Ihren Router erhalten, können sie dessen DNS-Einstellungen ändern, um Sie auf gefälschte Websites umzuleiten. Sie glauben vielleicht, dass Sie sich bei Ihrer Bank anmelden, aber in Wirklichkeit übergeben Sie Ihre Anmeldedaten an einen Hacker.
- Social Engineering: Cyberkriminelle kompromittieren Ihren Router nicht immer mit Gewalt. Manchmal bringen sie Sie durch Social-Engineering-Methoden dazu, ihnen Zugriff zu gewähren. Beispielsweise könnten sie sich als technischer Support oder Ihr Internet Service Provider ausgeben und dann Ihre Anmeldedaten anfordern, um auf Ihren Router zuzugreifen und ein Problem zu "beheben".
Warum Router-Hacking für Sie gefährlich ist
Der Router ist der Knotenpunkt, der zwischen Ihren persönlichen Geräten und dem Internet sitzt. Wird er gehackt, könnten Sie danach durch diverse Folgeangriffe gefährdet sein. Selbst wenn Sie zuverlässigen Schutz auf Ihren Geräten haben, kann ein gehackter Router immer noch Ihre Daten für die Hacker zugänglich machen.
Selbst Geräte, die für starke Sicherheit bekannt sind, etwa iPhones, sind gefährdet, wenn sie mit einem gehackten Netzwerk verbunden sind. Hier sind einige Dinge, die Hacker tun können, sobald sie Ihr WLAN gehackt haben:
- Datendiebstahl: Versierte Hacker können unverschlüsselten Datenverkehr in Ihrem Netzwerk abfangen, was ihnen potenziell ermöglicht, Passwörter, E-Mails und vertrauliche Finanzdaten zu lesen. Sie können Sie sogar dazu bringen, gefälschte Versionen echter Websites zu besuchen.
- Identitätsdiebstahl: Mit genügend personenbezogenen Daten, die durch die Überwachung Ihrer Online-Aktivitäten gestohlen wurden, könnten Angreifer in der Lage sein, Ihre Identität zu stehlen, um Bankkonten zu eröffnen oder sogar Kredite in Ihrem Namen aufzunehmen.
- Finanzielle Verluste: Kriminelle mit Zugriff auf Ihr Netzwerk können möglicherweise Ihre Aktivitäten in Echtzeit überwachen, um Finanzdaten (etwa Ihre Kreditkartennummer) oder Ihre Banking-Zugangsdaten zu stehlen, wodurch sie Ihr Konto hacken und Ihr Guthaben abschöpfen können. Sie können gestohlene Finanzinformationen sogar im Darknet an andere Kriminelle verkaufen.
- Geräteübernahme: Sobald Hacker Ihren Router kontrollieren, ist jedes verbundene Gerät gefährdet – von Laptops und Smartphones bis hin zu Smart-TVs und Überwachungskameras. Angreifer könnten Ihre Geräte mit Malware infizieren, sie für den Betrieb von Botnets kapern oder Ihre persönlichen Dateien ausspionieren.
- Man-in-the-Middle-Angriffe: Angreifer können sich zwischen Sie und die von Ihnen besuchten Websites setzen, Seiten modifizieren, Schadcode einschleusen oder gefälschte "Evil Twin"-Netzwerke erstellen. Durch diese Strategien sind Sie jedes Mal verwundbar, wenn Sie sich mit dem Internet verbinden, und geben Hackern potenziell Zugriff auf vertrauliche Informationen.
So können Sie überprüfen, ob Ihr Router gehackt wurde
Der Verdacht, dass Ihr Router gehackt wurde, kann belastend sein, aber schnelles Handeln kann dazu beitragen, das Risiko zu verringern, dass Ihre Daten in die falschen Hände geraten. Mit diesen einfachen Schritten können Sie testen, ob Sie weiterhin auf die Admin-Einstellungen Ihres Routers zugreifen können, überprüfen, welche Geräte mit Ihrem Netzwerk verbunden sind, und den Netzwerkverkehr analysieren:
- Beim Router anmelden: Öffnen Sie einen Webbrowser, und geben Sie die IP-Adresse Ihres Routers (normalerweise unten an Ihrem Router zu finden) in die Adressleiste ein. Versuchen Sie dann, sich mit den Anmeldedaten anzumelden, die ebenfalls an Ihrem Router angezeigt werden (bzw., falls Sie diese aktualisiert haben, mit Ihren eigenen Anmeldedaten). Wenn das nicht funktioniert, könnte das bedeuten, dass ein Hacker Ihre Anmeldedaten geändert hat.
- Verbundene Geräte überprüfen: Wenn Sie sich anmelden können, besteht der nächste Schritt darin, alle verbundenen Geräte zu überprüfen. Wenn Sie unbekannte Geräte entdecken, die niemandem in Ihrem Haushalt gehören, entfernen Sie diese manuell aus dem Netzwerk. Aber notieren Sie sich zuerst deren MAC-Adressen, damit Sie erkennen können, ob dieselben Geräte immer wieder auftauchen.
- Log-Dateien und Firmware überprüfen: Suchen Sie in den Administratoreinstellungen nach den System-Log-Dateien Ihres Routers, und suchen Sie dort nach ungewöhnlichen Aktivitäten wie fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen oder unerwarteten Konfigurationsänderungen. Während Sie die Einstellungen untersuchen, können Sie auch überprüfen, ob die Remote-Verwaltung aktiviert ist, und sicherstellen, dass Ihre Firmware auf dem neuesten Stand ist.
- Aktivität und Bandbreite überwachen: Behalten Sie schließlich den Datenverkehr Ihres Routers im Auge. Eine hohe Auslastung oder ständige Hintergrund-Uploads, selbst wenn Ihre Geräte im Leerlauf sind, könnten darauf hindeuten, dass Ihr Netzwerk für zwielichtige Aktivitäten genutzt wird, wie zum Beispiel Botnets.
Was tun, wenn der Router gehackt wurde?
Wenn Sie mit Sicherheit festgestellt haben, dass Ihr Router gehackt wurde oder jemand in Ihr Heimnetzwerk eingedrungen ist, gibt es einige schnelle Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um zu versuchen, Hacker hinauszuwerfen und die Kontrolle zurückzugewinnen.
Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt, was zu tun ist, wenn Ihr WLAN-Netzwerk gehackt wurde:
Schritt 1: Trennen Sie den Router vom Internet
Indem Sie Ihren Router vom Internet trennen, können Sie verhindern, dass bereits laufende Cyberangriffe auf Ihr Netzwerk weiter fortschreiten. Ziehen Sie einfach das Ethernet-Kabel ab, das Ihren Router mit dem Modem verbindet, oder trennen Sie den Router ganz vom Strom, um die Internetverbindung zu unterbrechen.
Schritt 2: Setzen Sie den Router zurück
Je nachdem, wie der Hacker eingedrungen ist, kann ein einfacher Neustart genügen, um Angreifer von Ihrem Router zu vertreiben und dessen Speicher zu löschen, wodurch jeglicher Schadcode entfernt wird. Sie müssen das Gerät lediglich vom Stromnetz trennen, 30 Sekunden warten und es dann wieder einstecken.
Falls dies nicht funktioniert, ist das Zurücksetzen Ihres Routers auf die Werkseinstellungen die nächstbeste Option. Bei den meisten Routern kann die Option zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen ausgelöst werden, indem Sie die Power-Taste 10–20 Sekunden lang gedrückt halten oder bis ein Licht blinkt, um einen Neustart anzuzeigen; die genauen Schritte für Ihr Modell finden Sie jedoch im dazugehörigen Handbuch.
Schritt 3: Ändern Sie das Admin-Passwort des Routers
Nachdem Sie Ihren Router zurückgesetzt haben, sollten Sie als Nächstes die Anmeldedaten ändern, die für den Zugriff auf das Admin-Konto Ihres Routers verwendet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Hacker, die Sie aus Ihrem Netzwerk entfernt haben, nicht erneut darauf zugreifen. Achten Sie darauf, ein langes, starkes Passwort zu verwenden, das schwer zu erraten ist, und ziehen Sie in Betracht, einen Passwort-Manager zu verwenden, um es sicher zu speichern.
Schritt 4: Router-Firmware aktualisieren
Ein bewährtes Verfahren, um Ihren Router vor Sicherheitslücken zu schützen, ist es, Firmware-Updates zu installieren, sobald diese verfügbar werden. Überprüfen Sie in den Admin-Einstellungen Ihres Routers, ob Sie die neueste Firmware-Version haben, und aktivieren Sie, falls Sie die Möglichkeit dazu haben, die automatischen Updates, um Ihren Router in Zukunft besser zu schützen.
Schritt 5: Wenden Sie sich an die Behörden (falls nötig)
Wenn das Hacking Ihres Routers zu anderen Straftaten wie Identitätsdiebstahl oder Finanzbetrug geführt hat, sollten Sie sich umgehend an die Behörden wenden. Erwägen Sie, eine Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder virtuell über die Onlinewache zu erstatten.
Tipps zur Abwehr von Router-Hacking
Mithilfe einiger proaktiver Schritte können Sie sich für die Zukunft vor Problemen schützen; dazu gehören beispielsweise gestohlene Daten, Malware-Infektionen oder Finanzbetrug nach einem Angriff auf Ihr Heimnetzwerk. Hier sind einige wichtige Schritte, die Sie unternehmen können, um Ihren Router vor Hackern und anderen Bedrohungen zu schützen:
- Richten Sie automatische Firmware-Updates ein: Viele Router bieten eine Funktion, die Firmware-Updates automatisch installiert. Dies stellt sicher, dass Sie immer die neuesten Sicherheits-Patches nutzen, ohne diese manuell installieren zu müssen.
- Deaktivieren Sie den Remote-Zugriff: Die Remote-Verwaltung mag in eher seltenen Spezialfällen praktisch sein, aber sie birgt auch Risiken. Deaktivieren Sie sie in den Admin-Einstellungen Ihres Routers, um sicherzustellen, dass Hacker Ihren Router nicht von außerhalb Ihres Netzwerks steuern können.
- Planen Sie regelmäßige Router-Neustarts: Ein monatlicher Neustart Ihres Routers kann temporäre Dateien löschen und potenziell schädlichen Code entfernen. Auch die öffentliche IP-Adresse, die Ihrem Router zugeordnet ist und die von Hackern häufig verwendet wird, um die Netzwerk- und Internetaktivitäten Ihres Geräts zu verfolgen, wird zurückgesetzt.
- Richten Sie komplexe Passwörter ein: Schützen Sie das Admin-Konto Ihres Routers mit einem starken Passwort, das Sie für kein anderes Konto verwenden. Achten Sie darauf, dass es mindestens 15 Zeichen lang ist, verwenden Sie eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen, und geben Sie es niemals weiter. Erwägen Sie schließlich die Verwendung dieses Passwort-Generators.
- Erstellen Sie eine eindeutige SSID: Indem Sie den Namen Ihres Netzwerks (SSID) ändern, können Sie es Hackern erschweren, Ihren Router zu identifizieren und Angriffe zu versuchen.
- Verwenden Sie Gast-Netzwerke: Wenn Sie Gast-Netzwerke auf Ihrem Router erstellen können, richten Sie eines für Gäste ein, die Ihr Haus besuchen. Dies kann helfen zu verhindern, dass potenziell infizierte Geräte Malware verbreiten oder Ihr primäres Netzwerk gefährden, und es bedeutet auch, dass Sie Ihr Haupt-WLAN-Passwort nicht teilen müssen.
- Deaktivieren Sie WPS: WiFi Protected Setup (WPS) ist eine bequeme Möglichkeit, neue Geräte mit Ihrem Netzwerk zu verbinden, es gilt jedoch im Allgemeinen nicht als sichere Option. Deaktivieren Sie es, und verlassen Sie sich stattdessen auf Ihre SSID und Ihr Passwort.
- Installieren Sie ein VPN: Ein VPN kann Ihre öffentliche IP-Adresse verschleiern und Ihre Online-Aktivitäten verschlüsseln, wodurch es für Hacker schwieriger wird, Ihr Netzwerk zu verfolgen oder anzugreifen.
- Öffnen Sie keine verdächtigen Links: Klicken Sie nicht auf Links, und laden Sie keine Anhänge aus unbekannten E-Mails herunter – Hacker könnten mithilfe von Phishing-Taktiken versuchen, um in Ihr Gerät einzudringen und Zugriff auf Ihr Netzwerk zu erhalten.
- Nutzen Sie eine vertrauenswürdige Antivirus-Software: Der Schutz Ihrer verbundenen Geräte mit leistungsstarker Antivirus-Software verringert das Risiko, dass diese mit Malware infiziert werden, die sich über Ihr Netzwerk verbreiten könnte.
Schützen Sie Ihren Router mit Norton
Die Absicherung Ihres WLAN-Routers ist einer der wichtigsten Schritte, die Sie unternehmen können, um Ihr Heimnetzwerk und die damit verbundenen Geräte vor Hackern, Malware und anderen Cyberbedrohungen zu schützen. Aber der Netzwerkschutz reicht nur bis zu einem gewissen Punkt, und es ist ebenso wichtig, Ihre Geräte selbst zu schützen.
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Häufig gestellte Fragen
Kann jemand per Remote-Verbindung auf mein WLAN zugreifen?
Ja, Hacker können möglicherweise remote auf Ihren Router und Ihr WLAN zugreifen, wenn Sie die Remote-Verwaltung in Ihren Router-Einstellungen aktiviert haben und ein schwaches Admin-Passwort verwenden, das leicht zu erraten sein könnte.
Was kann ein Hacker mit meinem WLAN-Passwort anfangen?
Wenn ein Hacker Zugriff auf Ihr WLAN-Passwort erhält, kann er sich mit Ihrem Netzwerk verbinden. Dies könnte dazu führen, dass andere mit dem Netzwerk verbundene Geräte anfällig für Angriffe werden, und Hacker könnten möglicherweise auch sensible Informationen stehlen oder Malware installieren, indem sie Ihren Netzwerkverkehr abfangen, umleiten oder manipulieren.
Wie deaktiviere ich den Remote-Zugriff auf meinen Router?
Melden Sie sich im Administratorkonto Ihres Routers an, suchen Sie nach dem Tab "Remote-Verwaltung", "Fernzugriff" oder "Remote-Management", und deaktivieren Sie diese Funktion, falls noch nicht geschehen. Sie können über die Benutzeroberfläche Ihres Anbieters (Telekom, Fritzbox, Vodafone usw.) auf Ihr Administratorkonto zugreifen.
Über welche Sicherheitsfunktionen verfügt ein Router?
Router werden in der Regel mit vorinstallierten Sicherheitsfunktionen geliefert, z. B. mit einer Firewall, die dabei hilft, bösartige Anfragen aus dem Internet zu blockieren. Durch regelmäßige Firmware-Updates können Sie außerdem dafür sorgen, dass diese Sicherheitseinstellungen stets auf dem neuesten Stand bleiben. Allerdings reicht diese Sicherheit nicht unbedingt aus, um alle Angriffsvektoren zu verhindern.
Wie kann ich feststellen, ob jemand mein WLAN benutzt?
Der einfachste Weg, um zu überprüfen, welche Geräte Ihr WLAN nutzen, besteht darin, im Admin-Panel Ihres Routers die Liste der verbundenen Geräte zu überprüfen, die in der Regel in einem Abschnitt namens "Verbundene Geräte", "Angeschlossene Geräte" oder "DHCP-Client-Liste" verfügbar ist. Wenn Ihnen ein Gerät auffällt, das Sie nicht erkennen, könnte es sich um einen Hacker handeln.
Werden durch das Zurücksetzen eines Routers Hacker entfernt?
Das Zurücksetzen Ihres Routers kann Hacker vorübergehend aus Ihrem Netzwerk entfernen, die eigentliche Ursache wird dadurch jedoch nicht behoben, und die Hacker können möglicherweise genauso leicht wieder Zugriff erlangen. Durch Änderung der Anmeldedaten Ihres Routers und die Aktualisierung der Firmware nach dem Zurücksetzen können Sie wirksamer verhindern, dass die Hacker erneut eindringen.
Woran erkenne ich, ob meine FritzBox gehackt wurde?
Wenn Sie vermuten, dass Ihre FritzBox gehackt wurde, melden Sie sich in der FritzBox-Benutzeroberfläche an, und überprüfen Sie die verbundenen Geräte, Anmeldeaktivitäten und Router-Einstellungen. Wenn Sie unbekannte Geräte, geänderte DNS-Einstellungen oder Anmeldeprobleme finden, könnte dies auf einen unberechtigten Zugriff hindeuten.
Redaktioneller Hinweis: Unsere Artikel enthalten Bildungsinformationen für Sie. Unsere Angebote decken möglicherweise nicht jede Art von Kriminalität, Betrug oder Bedrohung ab, über die wir schreiben, oder schützen davor. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Cyber Safety zu schärfen. Bitte lesen Sie die vollständigen Bedingungen während der Registrierung oder Einrichtung. Denken Sie daran, dass niemand alle Identitätsdiebstähle oder Cyberkriminalität verhindern kann und dass LifeLock nicht alle Transaktionen in allen Unternehmen überwacht. Die Marken Norton und LifeLock sind Teil von Gen Digital Inc.
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