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Ständig hört man den Begriff „Internet der Dinge“. Aber was ist das?

by Norton-Team

Unsere Welt ist heute extrem vernetzt, über soziale Medien, intelligente Technik, tragbare Geräte und Software. Das bedeutet, dass wir eigentlich permanent online sind. Und das Internet der Dinge geht jetzt noch einen Schritt weiter. 

Aber was ist das „Internet der Dinge“?

Eine einfache, wenn auch etwas schräge Erklärung findet sich in der Episode bei den Simpsons mit dem Titel „House of Whack“, in in der die Simpsons ein vollautomatisch gesteuertes ‘Ultrahaus’ kaufen, das sogar mit drei prominenten Stimmen (Matthew Perry, Dennis Miller und „James Bond“ Pierce Brosnan) arbeitet.

Das Grundkonzept eines Hauses, das den Alltag selbsttätig erledigt, erklärt das Internet der Dinge recht gut. Natürlich entspringt die genannte Episode bei den Simpsons der bekannten Serie „Baumhaus des Horrors“, und das Haus verliebt sich in Marge und will Homer beseitigen.

Das Ultrahaus ist ein übertriebenes Beispiel, wohin sich das Internet der Dinge entwickeln kann, der Vergleich ist allerdings bereits realistischer, als die Autoren der Simpsons dies beabsichtigt haben.  


Das Internet der Dinge (IoT) ist ein Konzept, das sich in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird, je mehr technische Geräte sich miteinander verbinden lassen. Das IoT ist ein solides Konzept und beruht im Wesentlichen auf der Idee, möglichst jedes Gerät per Knopfdruck mit dem Internet oder anderen Geräten verbinden zu können.

Stellen Sie es sich etwa so vor: in Ihrem Kühlschrank steht eine abgelaufene Milch, daher schickt Ihr Kühlschrank Ihnen eine Meldung, dass Sie neue Milch kaufen müssen. Ein Kühlschrank, der Meldungen verschicken kann, klingt nicht besonders aufregend, ist aber ein guter Vergleich.

Laut Dr. Kevin Curran, Professor für Computing und Engineering in Ulster, könnten Menschen in den nächsten fünf Jahren mehr Meldungen von Maschinen als von anderen Menschen erhalten. Er sagte: „Ihr Kühlschrank wird Ihnen sagen, wenn Ihnen die Milch ausgeht, und Ihr Geschirrspüler wird Ihnen melden, wenn er fertig ist.“
Während die derzeitigen Technologien noch nicht ganz so weit sind, ist der „Melde-Kühlschrank“ eine sehr einfache und machbare Option, und er entspricht der Idee des Internets der Dinge.


Kurz: Das Internet der Dinge ist ein umfangreiches Netzwerk von Dingen, die über das Internet oder untereinander verbunden sind, wobei „Dinge“ Menschen und technische Geräte sind.
Mit einer digital aufgewachsenen Jugend mit Computertechnik in fast jedem Lehrplan und unzähligen Geräten mit Breitband-Fähigkeiten stehen wir heute noch ganz am Anfang des Internets der Dinge, aber in ein paar Jahren wird ein Melde-Kühlschrank alltäglich sein.

Aber was bedeutet das für den durchschnittlichen Verbraucher in Bezug auf Sicherheit? Wie weit ist es noch bis zum Melde-Kühlschrank? Und wie sicher kann es überhaupt sein, wenn wir ständig miteinander verbunden sind und jede unserer Bewegungen über unsere Technologien kommunizieren?

Was bedeutet das Internet der Dinge für den ganz normalen Menschen?

Während die Einstellung „alles, was sich verbinden lässt, wird auch verbunden“ etwas übertrieben scheint, um Realität zu werden, ist es doch wahrscheinlich, dass ein bestimmtes Niveau an Vernetzung auf Technikfreunde wie Technikfeinde gleichermaßen zukommt.
Damit das IoT den gewünschten Grad der Vernetzung erreicht, müssen Entwickler und Ingenieure sich unseren Lebensstil genauer ansehen. Sagen wir einmal, Sie machen sich jeden Morgen nach dem Aufstehen Tee und einen Toast. Sie stellen ihren Wecker jeden Morgen auf 7:00 Uhr, um pünktlich um neun im Büro zu sein. In einer angenommenen Zukunft sagen Sie Ihrem Wecker, wann er Sie wecken soll, und der Wecker weist den Wasserkessel an, heißes Wasser für den Tee bereitzustellen.

Das sind bereits eine Menge Daten über Ihr Leben.

Im kleinen Maßstab kann man das Internet der Dinge als invasiv betrachten, und es hängt davon ab, wie viel Sie Ihren Geräten mitteilen möchten, und darüber hinaus auch, wie viel Sie Unternehmen und Entwicklern mitteilen möchten, die diese Geräte entwickeln. In großem Maßstab wird das IoT allerdings in der Lage sein, ganze Städte oder den Verkehr zu steuern.

Bisher wird das Internet der Dinge durch die vorhandenen Geräte, beschränkte Budgets und Sicherheitsbedenken ausgebremst, aber schon in fünf Jahren werden bis zu 25 Milliarden Geräte miteinander verbunden sein, von denen jedes einzelne an einen Mainframe oder eine intelligente Stadt oder sogar an eine intelligente Teilwelt angeschlossen sein wird.

Aber bis dahin ist noch ein langer Weg und erfordert viel Forschung, Tests und Entwicklungsarbeit, wobei einige Länder bereits weiter sind als andere. In Großbritannien denkt man beispielsweise bereits sehr fortschrittlich in Bezug auf neue, smarte Technologien. So hat Schottland für die Entwicklung von Technologien, die Glasgow ‘smarter, sicherer und nachhaltiger’ gestalten sollen, 24 Millionen GBP bereitgestellt.

Diese Gelder stehen zum Beispiel Initiativen zur Verfügung, die mit Sensoren an Straßenlaternen Geräuschentwicklung, Luftverschmutzung und andere Faktoren messen sollen. Später soll dieselbe Technologie den Verkehr überwachen, die Beleuchtung steuern und die Kriminalität senken helfen.

In Bristol läuft derzeit ein Experiment zur Entwicklung eines drahtlosen Netzwerks speziell für das Internet der Dinge und Entwicklungen für die Smart-City. Ziel des Experiments ist die Entwicklung eines Netzwerk, das weniger Strom verbraucht als WLAN oder Mobilfunk und das Bristol in ein Testlabor verwandelt, um Big Data und Probleme wie Verkehr und Luftverschmutzung besser zu verstehen.

Obwohl dies alles wie Zukunftsmusik klingt, wird das Internet der Dinge unserer Städte auf jeden Fall intelligenter und die Menschen produktiver machen. Genau wie die römischen Aquädukte und die industrielle Revolution wird das Internet der Dinge die Welt verändern.

Wo steht das IoT heute?


Aktuelle Beispiele für das Internet der Dinge


Wie bereits gesagt, entwickelt sich das Internet der Dinge bislang in kleinen Schritten. Obwohl sich die Smart City so langsam entwickelt, sind wir von einer echten Integration noch weit entfernt, mit Ausnahme einer südkoreanischen Stadt, die dem Meer abgetrotzt und speziell für eine Hypervernetzung gebaut wurde.
Songdo ist die erste echte Smart City—weitere werden folgen!
Um das Internet der Dinge besser zu verstehen, wenden wir uns nun von solchen Großprojekten ab und betrachten kleinere Beispiele unseres täglichen Lebens.

1. Nest

Nest ist vermutlich die derzeit am einfachsten verfügbare und am weitesten entwickelte smarte Technologie. Es kann gut sein, dass Ihre Mutter Nest bereits kennt und eines dieser Thermostat in ihrem Haus montiert hat.
Das Thermostat von Nest ist das wohl bekannteste technische Gerät des heutigen Internets der Dinge. Es ist mit anderen Thermostaten und Alarmfunktionen verbunden, und mit ihm lässt sich die Temperatur eines Hauses von jedem Ort der Welt über ein Mobiltelefon steuern. Anfang 2014 wurde Nest von Google für 3 Milliarden USD gekauft.

2. Walt Disney MagicBand

Disney gehörte zu den ersten Großunternehmen, die mit ihrem MagicBand, einem farbenfrohen Armband, das Internet der Dinge eingeführt hat. Mit diesem Band kann ein Besucher über die Plattform My Disney Experience seinen gesamten Aufenthalt gestalten.

Mit dem MagicBand können Besucher den Park betreten, ihr Hotelzimmer öffnen sowie Essen gehen und Produkte kaufen. Außerdem haben sie schnelleren Zugang zu verschiedenen Aktivitäten oder Attraktionen, weil sie sich vorab online organisieren lassen.

3. Tragbare Geräte

Tragbare Geräte sind die besten Beispiele, um das Internet der Dinge in Aktion zu erleben. So messen zum Beispiel Fitness-Armbänder Schlafgewohnheiten, Ernährung, Puls, Schweißbildung und weitere Daten, die zentral auf einem Smartphone abgerufen werden können.

Doch wie steht es mit der Sicherheit? Bedeutet ein gehackter Smart-Toaster den offenen Zugang in Ihr gesamtes Netzwerk?

Neben den Kosten ist die Sicherheit ein Hauptthema, das im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge immer wieder aufkommt. In der Zukunft sollen Milliarden von Geräten, einschließlich Automobilen und Häusern, in einem gigantischen Mainframe miteinander verbunden werden.

Wenn jemand Ihren Wasserkocher gehackt hat, hat er dann Zugang zu Ihrem Netzwerk? Und wie viele Daten wird der Durchschnittsbürger wohl Unternehmen und Entwicklern zur Verfügung stellen? Wird der Datenschutz ein Streitpunkt, wenn Ihre technischen Geräte zuhause Ihren Terminplan abfragen, um entsprechend programmiert werden zu können?

Und was werden Unternehmen mit den riesigen Datenmengen machen, die sie bekommen werden? Datentransfer und Datenschutz sind derzeit wichtige Gesprächsthemen, und eine stärker vernetzte Welt erfordert sehr ernste Gespräche und eine Gesetzgebung, um Menschen zu schützen. Wird das alles wirklich so kommen? Wird ein Unternehmen damit anfangen und das IoT lostreten?

Bis jetzt dauert es noch und erfordert vor allen Dingen viel Geduld. Das IoT ist ein interessantes Konzept, und die Entwicklungen dazu sind faszinierend. Bis es soweit ist, werden wir unser Leben weiterleben und uns irgendwann anpassen, genau wie alle Generationen vor uns auch.

Wenn Sie neugierig sind, können Sie Ihren Kühlschrank ja mal fragen, was er dazu zu sagen hat!

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Dieser Beitrag wurde veröffentlich am Di Dez 20, 2016 unter digital trends , internet of things und online security

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