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Privatsphäre in sozialen Medien – ein Widerspruch in sich?

by Brian Cody

2015 hielt Hipster Barbie 22 wochenlang das Internet in Atem und wurde zu einer Online-Sensation mit über 1,3 Millionen Followern auf Instagram. 

Hipster Barbie, auch unter ihrem Benutzernamen socalitybarbie bekannt, war ein sorgfältig kuratiertes Instagram-Konto als Parodie auf die Generation Y – mit verträumter Beleuchtung, Selfies, Abenteuern und einem Charakter, mit dem sich viele Social Media-Benutzer nur zu gut identifizieren konnten.

Die von der Fotografin Darby Cisneros geschaffene Hipster Barbie war die perfekte Abbildung der Art, wie wir soziale Medien nutzen, um Geschichten über unser Leben zu erzählen. Wir leben durch einen Filter und zeigen nur die Dinge, die andere sehen sollen.

Hipster Barbie sollte zwar besonders den Aufwand beleuchten, den viele betreiben, um bestimmte Aspekte ihres Lebens zu präsentieren, aber sie rückte auch das Thema Online-Privatsphäre ins Blickfeld. Sie hatte eine komplette, detaillierte Version eines realen Lebens, genauso wie viele der Millionen von Konten, durch die Darby Cisneros dazu inspiriert wurde, ihre Kamera in die Hand zu nehmen und das Konto zu erstellen. Wenn Sie einmal eines der Millionen von realen Konten durchgehen, können Sie sich ein recht genaues Bild vom Leben des betreffenden Benutzers machen.

Obwohl Benutzer hinsichtlich Ihrer Beiträge immer vorsichtiger werden, ist die Privatsphäre in sozialen Medien eine scharfe Bombe. Was machen soziale Plattformen eigentlich mit all unseren Informationen? Wem gehören die Fotos, die wir in Cloud-basierten Diensten wie Instagram teilen?


Privatsphäre in sozialen Medien

Um seine Werbeoptionen zu entwickeln, sammelt Facebook Unmengen von demografischen und psychografischen Informationen zu seinen Benutzern – von sexuellen Vorlieben bis hin zu Filmen und Websites, die Ihnen gefallen.

2011 machte ein interaktiver Horror-Kurzfilm mit dem Titel „Take This Lollipop“ deutlich, wie leicht die meisten Facebook-Konten zugänglich sind. Das interaktive Projekt von Drehbuchautor und Regisseur Jason Zada verbindet sich mit dem Facebook-Konto eines Benutzers und nimmt diesen mit auf eine erschreckende Entdeckungsreise.

Im Film durchsucht ein Facebook-Stalker die Informationen des Benutzers, darunter öffentlich zugängliche Fotos, persönliche Daten und intime Details. Das Video war ein großer viraler Erfolg und zeigte, wie viele Informationen über unser Leben wir auf der Suche nach Kontakt und Interaktion freiwillig herausgeben.

Obwohl der Film erfolgreich war, sind in sozialen Medien noch viel bedrohlichere Verhaltensweisen aufgekommen. Nach einem Konzert in Irland – Slane 2013 – wurden dort Fotos von einem jungen Mädchen bei einer sexuellen Handlung verbreitet, wobei einige Benutzer sogar so weit gingen, den Namen des Mädchens zu nennen.

2014 wurde nach einem Datendiebstahl auf einer Drittanbieter-Website eine 14 GB große Datei aus privaten Fotos und Videos mit niedriger Auflösung über Snapchat online auf Reddit, 4chan und in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Obwohl Snapchat so konstruiert ist, dass Videos und Fotos „sich selbst zerstören“ oder verschwinden, nutzten viele junge Menschen Drittanbieter-Apps, um die Videos und Fotos zu speichern.


2015 wurde die Dating-Website Ashley Madison gehackt und Kontodetails wurden online und über soziale Medien verbreitet.

Das Teilen von Standortinformationen oder Geotagging ist ein weiteres großes Problem: Wenn Sie am Flughafen mit Ihrer Familie einchecken, kann ein ganzes Netzwerk erfahren, dass niemand zu Hause ist. Angesichts der Unmengen von Daten und Informationen, die in sozialen Medien leicht zugänglich sind (und von denen wir viele selbst teilen), sind Identitätsdiebstahl, Stalking, ungewollte virale Bekanntheit, Überwachung und Cybermobbing enorme Probleme.

Selbst ein an sich harmloses Foto kann zu Schwierigkeiten führen. Der Künstler Richard Prince hat Dutzende Fotos von Instagram heruntergeladen und ausgestellt. Er verdiente mit den gestohlenen Fotos mehrere hunderttausend Dollar. Und das ist nicht einmal illegal. Prince umgeht Urheberrechtsgesetze, indem er die Bildunterschriften entfernt und eigene schreibt.

Obwohl die sozialen Medien für die Online-Privatsphäre ein großes Problem darstellen, muss diese kein Widerspruch in sich sein. Privatsphäre ist möglich, wenn auch auf Kosten der Reichweite.

Auf Facebook können Sie Ihr Konto vor Suchmaschinen verbergen, Tracking verhindern, die für Werbung genutzten Informationen beschränken, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und das Markieren des Standorts deaktivieren. Auf Twitter und Instagram können Sie Ihr Konto als privat einrichten, sodass nur Ihre Follower Ihre Beiträge sehen können. Das gilt auch für Snapchat. Achten Sie außerdem darauf, nur Benutzer hinzuzufügen, die Sie kennen.

Online-Privatsphäre ist ein Widerspruch in sich: Wie sorgfältig ein Konto auch kuratiert sein mag, wir verbreiten in den sozialen Medien häufig wesentlich mehr als beabsichtigt. Leider können Sie Ihr Sozialleben nur vollkommen privat halten, wenn Sie die sozialen Medien komplett meiden.

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Dieser Beitrag wurde veröffentlich am Di Aug 01, 2017 unter family security , online safety und social media

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