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Schadsoftware

6 Prognosen zur Cybersicherheit für 2022 – von Norton Labs

08. Dezember 2021

Falls Sie darauf hoffen, 2022 von Schlagzeilen zur Cybersicherheit verschont zu bleiben, dürften Sie enttäuscht werden. Hier ein Überblick über die Cybersecurity-Trends, die sich für das kommende Jahr abzeichnen:        

  • Cyberaktivismus wird an Dynamik gewinnen.        
  • Scammer werden Opfer von Naturkatastrophen ins Visier nehmen.        
  • Online-Tracking wird allmählich weiter an Bedeutung verlieren.·        
  • Krypto-Scams werden ebenso zunehmen wie der Handel mit Kryptowährungen.

Der Welt der Cybersicherheit stehen turbulente 12 Monate bevor. Hier sind unsere sechs Prognosen zu den wichtigsten Cyber-Trends 2022. 

1. Prognose: Die „Demokratisierung“ von Kryptowährungen hält böse Überraschungen für Verbraucher bereit

Der Handel mit Kryptowährungen hat sich längst als eigener Geschäftszweig etabliert. Nun, da einige Kryptobörsen von den Aufsichtsbehörden reguliert werden und an der NASDAQ notiert sind, steigt die Transparenz ebenso wie das Vertrauen in diese Unternehmen. Die Einstiegshürde für den Handel mit Kryptowährungen wird damit immer niedriger. 

Dies wird wahrscheinlich mehr Gelegenheitstrader auf den Plan rufen, die sich mit den feinen Nuancen des Krypto-Geschäfts nicht auskennen. Scammer wissen, wie sie diese Wissenslücken ausnutzen können, um Leute um ihr Geld zu bringen. Daher ist zu erwarten, dass mit dem Aufkommen dieser neuen Kategorie von Usern auch die Betrugsversuche zunehmen werden. Vermutlich werden sich diese nur unwesentlich von den bereits bekannten Scams unterscheiden, doch angesichts der größeren Gruppe potenzieller Opfer ist auch mit einigen neuen, kreativen Betrugsmaschen zu rechnen. 

2. Prognose: Das Online-Tracking von Verbrauchern wird neue Züge annehmen

Seit Jahren finanziert sich die Internetwirtschaft zu großen Teilen über gezielte Werbe- und Personalisierungsservices, für die das Online-Verhalten der User verfolgt wird. Die User stehen diesem Trend mit gemischten Gefühlen gegenüber; einige begrüßen die individuell auf sie zugeschnittenen Inhalte, andere nicht. Doch bei Verbrauchern, Technologen und beim Gesetzgeber weckt die Praktik zahlreiche datenschutzbezogene Bedenken.  

Im Allgemeinen haben Verbraucher keine Einwände gegen bestimmte Cookies, zumindest nicht gegen die sogenannten Erstanbieter-Cookies. Diese Cookies beschränken sich auf die besuchte Website. Wenn Sie einen Online-Modeshop besuchen, bei dem Sie sich häufig einloggen, kann ein Cookie beispielsweise Ihre Login-Daten speichern, damit Sie sich die Eingabe beim nächsten Besuch sparen können. 

Drittanbieter-Cookies sind für Verbraucher hingegen problematischer. Diese Cookies werden auch Tracking- Cookies genannt, weil sie Ihre Spuren im Netz verfolgen. Sie sind beispielsweise dafür verantwortlich, dass Ihnen auf den besuchten Websites personalisierte Werbung angezeigt wird. Diese Cookies sollen Sie dazu bringen, auf Websites zurückzukehren, die Sie zu einem früheren Zeitpunkt besucht haben, oder Produkte zu kaufen, an denen Sie kürzlich Interesse gezeigt haben. 

Dadurch geben Tracking-Cookies manchen Nutzern das Gefühl, von Unternehmen ausspioniert zu werden. Große Technologieunternehmen haben das erkannt und entsprechend reagiert. Jüngste Entwicklungen in diesem Bereich, z. B. Googles Vorstellung der neuen FLoC-Technologie und die zunehmende Beliebtheit von serverseitigem Tracking bzw. Tagging, zeigen, dass sich im Bereich Online-Tracking einiges tut. Auch haben einige Regierungen Gesetze erlassen, die zivil- und strafrechtliche Bußgelder für Unternehmen vorsehen, die die Verbraucher nicht über die Verwendung von Cookies auf ihren Websites informieren.
Im Zuge der Norton Labs-Untersuchungen für Norton AntiTrack haben wir Einblicke in dieses dynamische Tracking-Ökosystem erhalten, das inzwischen einen massiven Teil des Internets und Nutzerverhaltens abdeckt.

Wir gehen davon aus, dass die Entwicklungen im Bereich Online-Tracking im Jahr 2022 voranschreiten werden – sowohl auf der technischen als auch auf der rechtlichen Ebene. Bis dahin können sich datenschutzbewusste Verbraucher darauf verlassen, dass Norton AntiTrack zu Ihrem Schutz beiträgt. 

3. Prognose: Wird der elektronische Personalausweis kommen?

Sie arbeiten von zu Hause? Sie sprechen über Zoom mit Ihrem Arzt? Sie bestellen Ihre Einkäufe per Laptop und lassen sich Ihr Essen nach Hause liefern? Da sind Sie nicht allein. Durch die Corona-Pandemie war die ganze Welt gezwungen, per Remote-Verbindung über das Internet zu arbeiten, zu kommunizieren, auf ihre Gesundheit zu achten und eine Vielzahl anderer Transaktionen zu erledigen. 

Vielleicht haben Sie schon einmal mit dem Handy Ihren Personalausweis fotografiert und das Bild per E-Mail oder Textnachricht verschickt, um sich auszuweisen, ein Bankkonto zu eröffnen oder sich auf eine Stelle zu bewerben. Im Zuge der anhaltenden Pandemie ist mit einem flächendeckenden Einsatz von digitalen Impfpässen zu rechnen. Man kann sich also vorstellen: Sichere Nachweise, die nicht gefälscht werden können, Datenschutz gewährleisten und zuverlässig und sicher ausgestellt, übermittelt und überprüft werden können, stehen hoch im Kurs. Jüngste technologische Entwicklungen wie Blockchain, moderne Kryptografie und Fortschritte bei der Hardware-Absicherung bieten eine solide Grundlage für die Entwicklung von Identitätsstandards der nächsten Generation.

Gleichzeitig drängen Regierungen auf der ganzen Welt auf die Entwicklung elektronischer Identitätsnachweise (eID), mit denen sich die Bürger schnell und einfach ausweisen können. Wir erwarten für 2022 und die kommenden Jahre rasche Fortschritte im Bereich der digitalen Identitäten.

Eines ist sicher: Die Digitalisierung unseres Lebens schreitet unaufhaltsam voran.

4. Prognose: Proteste, Vigilantismus und Terrorismus werden zunehmen

Das primäre Ziel von Cyberkriminellen besteht darin, Geld zu erbeuten. Sie legen beispielsweise Phishing-Fallen aus, um Ihre Login-Daten zu stehlen, oder versuchen, Sie durch Tech-Support-Scams um Ihr Geld zu bringen. 

Doch die Motive von Hackern sind nicht immer so trivial. Mitunter stellen Cyberangriffe auch eine Form des Protestes dar. Hacker-Aktivisten, auch Hacktivisten genannt, versuchen auf diese Weise, politische Forderungen durchzusetzen. Das wollen sie erreichen, indem sie Regierungen ins Chaos stürzen, Angst und Schrecken verbreiten oder bestimmte Informationen an die Öffentlichkeit bringen.

Hacktivismus und Cyberterrorismus beherrschten 2021 die Schlagzeilen. Dabei kamen Informationen ans Licht, die die betroffenen Regierungen lieber unter Verschluss gehalten hätten. Wir gehen davon aus, dass weitere Angriffe folgen werden, da sich damit die breite Masse mobilisieren und sich vieles erreichen lässt. 

5. Prognose: Scammer werden versuchen, aus Naturkatastrophen Profit zu schlagen

Für Betrüger waren Naturkatastrophen schon immer eine lukrative Gelegenheit, sich zu bereichern. Daran wird sich voraussichtlich auch 2022 nichts ändern. Allerdings steht zu erwarten, dass sich Naturkatastrophen – und somit auch die Betrugsfälle – häufen werden. Ob Jahrhundertstürme, Brände oder die Corona-Pandemie – Scammer sind bekannt dafür, dass sie vor nichts zurückschrecken, wenn es darum geht, aus einer Krise Profit zu schlagen. Wann immer Geld von Versicherungsgesellschaften oder Regierungen an die Opfer von Naturkatastrophen fließt, gibt es jemanden, der versucht, sich daran zu bereichern, wobei sich die Betrüger entweder gestohlener Identitäten bedienen oder versuchen, die unmittelbar Betroffenen in die Falle zu locken.

Wenn sich der Trend fortsetzt, ist angesichts sich häufender Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse damit zu rechnen, dass immer mehr Scammer auf den Zug aufspringen werden.

6. Prognose: Künstliche Intelligenz und Machine  Learning werden allen Menschen das Leben erleichtern – auch Kriminellen

Künstliche Intelligenz und fortschrittliche Machine Learning Technologien werden für immer mehr Menschen zugänglich. Vieles wird durch benutzerfreundliche Tools auf Basis dieser Technologien einfacher. Das gilt auch für bestimmte Formen der Medienmanipulation und die Nutzung großer Datenbestände. 

Deepfakes: Deepfake-Videos sorgten 2018 für viel Aufsehen, als der Regisseur Jordan Peele Barack Obama Worte in den Mund legte, die dieser nie gesagt hatte. Und dieses Jahr konnten TikTok-Nutzer einige sehr überzeugende Videos eines jungen Tom Cruise bestaunen. Zwar ist es immer noch schwierig, wirklich realistische Videos zu fälschen, aber es wird von Jahr zu Jahr einfacher und für immer mehr Menschen realisierbar. Dies gilt auch für Bild- und Audio-Deepfakes.

Je besser und benutzerfreundlicher die Deepfake-Technologie wird, desto interessanter wird sie als Werkzeug für  Kriminelle, Betrüger, Stalker und Aktivisten. So könnte es eines Tages so weit kommen, dass Sie Ihren eigenen Augen und Ohren nicht mehr trauen können. Bis es soweit ist, wird die Technologie verstärkt in Situationen zum Einsatz kommen, in denen Fehler oder schlechte Qualität nicht weiter auffallen und eine plausible Erklärung für die aktuellen Beschränkungen der Technologie präsentiert werden kann. Falls es Ihnen also in nächster Zeit passieren sollte, dass Sie mit einem neuen Date chatten, das auf einer abgelegten Bohrinsel mit schlechter Verbindung festsitzt, sollten Sie sich vielleicht fragen, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. 

Gezielte Angriffe auf Basis großer Datenbestände: Mithilfe der immensen Datenmengen, die bei Datenpannen und durch Web Scraping inzwischen erbeutet wurden, könnten Kriminelle Profile von Personen erstellen, um herauszufinden, wer besonders anfällig für bestimmte Angriffs-oder Betrugsarten ist. Anhand ihrer bisherigen Erfahrung mit ähnlichen Zielpersonen könnten sie die Betroffenen anschließend mit maßgeschneiderten Methoden und Mitteilungen ins Visier nehmen. Auch welche Services diese benutzen, ließe sich auf diese Weise in Erfahrung bringen und ausnutzen.   

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