Norton Blog

« Zurück zum Norton Blog

So erstellen Sie ein eindrucksvolles digitales Profil

by Norton-Team

Ich habe einen gewissen Ruf. Und ob Sie es wissen oder nicht, Sie wahrscheinlich auch.

Ich rede natürlich von unserer Online-Reputation – dem Image, das wir uns im Internet aufbauen. Alles, was wir posten – Blogs, Tweets, Fotos und Videos, "Gefällt mir"-Klicks, Links, Kommentare und geteilte Inhalte – tragen zu unserer Reputation im Internet bei. Genauso wie das, was andere Leute über uns posten. Und jeder, der diese Informationen sieht oder liest, wird sich ein Urteil über uns bilden – und uns möglicherweise sogar einen Strick daraus drehen. Ob potenzielle Arbeitgeber, Kunden, Schulleiter, Vermieter, Krankenversicherungen, Darlehensgeber oder Beziehungspartner – alle können uns unter die Lupe nehmen, indem sie all diese enthüllenden Spuren untersuchen, die wir im Internet hinterlassen haben.

 

Aber machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr digitaler Fußabdruck ein wenig schmutzig ist. Nachstehend erklären wir Ihnen in sechs einfachen Schritten, wie Sie Ihre Online-Reputation wieder unter Ihre Kontrolle bringen, diese digitalen Flecken bereinigen und ein eindrucksvolles digitales Profil aufbauen und pflegen können.

1. Googeln Sie sich selbst

Finden Sie heraus, was über Sie im Cyberspace bereits alles herumschwirrt.

  • Löschen Sie zunächst Ihren Browser-Verlauf. Geben Sie dann Ihren Namen in verschiedene Suchmaschinen ein, und schauen Sie, was dabei ans Tageslicht kommt. Suchen Sie nach Spitznamen, Initialen und verschiedene Variationen Ihres Namens. Geben Sie andere Informationen über sich ein – Ihre Schule oder Uni, Clubs, in denen Sie Mitglied sind oder waren, Orte, an denen Sie gelebt haben, das Unternehmen, für das Sie arbeiten, sowie ehemalige Arbeitgeber.

  • Suchen Sie nicht nur nach Text, sondern auch nach Bildern, Fotos und Videos. Durchsuchen Sie Websites, die Sie häufig besuchen, zum Beispiel Online-Verzeichnisse, Online-Lebensmittelgeschäfte, Websites mit öffentlich verfügbaren Behördendaten, Shopping-Sites und Websites für Ahnenforschung.

  • Und vergessen Sie soziale Netzwerke und Blogs nicht – sowohl persönliche als auch berufliche Seiten. Erkunden Sie, was andere Leute über Sie gesagt haben, Fotos, in denen Sie getaggt wurden, oder Kommentare, die abgegeben wurden. Schauen Sie sich auch die persönlichen Seiten Ihrer Freunde an, nicht nur Ihre eigenen. Falls Sie eine geschäftliche Website haben, sehen Sie sich die Bewertungen und Kommentare an, die dort abgegeben wurden.

2. Beurteilen Sie Ihren digitalen Ruf

Überlegen Sie, was all die gefundenen Online-Informationen über Sie aussagen. Es kann gut sein, dass Ihnen nicht alles gefällt, was Sie im Internet über sich sehen. Fragen Sie sich:

  • Stimmt das? Ist es positiv? Entspricht es dem Image, das ich mir aufbauen möchte? Wurde etwas ausgelassen?

  • Hätte ich nichts dagegen, wenn jemand anderes diese Inhalte sehen würde – etwa mein Partner, mein Arbeitsgeber, eine Behörde oder ein Kunde?

  • Muss etwas bearbeitet oder komplett gelöscht werden?

  • Vermische ich in meinen Profilen Privates und Berufliches? Wenn ja, sollte ich besser separate Profile für mein Berufs- und mein Privatleben erstellen?

  • Wie öffentlich bzw. wie privat sind meine Profile?

 

3. Praktizieren Sie Achtsamkeit

Machen Sie sich bewusst, inwieweit sich Ihre Online-Aktivitäten auf Ihr digitales Profil – und das anderer – auswirken können. Überlegen Sie, welche Folgen die von Ihnen eingestellten Inhalte auf lange Sicht haben. Machen Sie es sich zum Ziel, nur Dinge zu tun und zu sagen, die Ihrem Online-Ruf zuträglich sind, und tun Sie nichts, was dem Ruf anderer schaden könnte.

  • Bevor Sie etwas posten, denken Sie über die Konsequenzen nach. Zum aktuellen Zeitpunkt finden Sie es vielleicht völlig in Ordnung, dieses Bild zu posten – was aber ist in ein paar Jahren? Welchen Eindruck vermittelt der eingestellte Inhalt von Ihnen? Und wie werden andere Personen darüber denken? Was würden Ihre Großmutter oder Ihr Chef davon halten? Könnte man ihn falsch auslegen?

  • Posten Sie niemals, wenn Sie wütend, verärgert oder verletzt sind. Sie könnten es später bereuen. Lassen Sie sich nicht auf einen Online-Streit ein und geben Sie keine kontroversen oder aufrührerischen Kommentare ab. Posten Sie auf gar keinen Fall, wenn Sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen.

  • Überprüfen Sie Ihr digitales Profil regelmäßig. Schauen Sie häufig nach, welche neuen Informationen über Sie im Internet hinzugefügt wurden. Lassen Sie sich per Google Alerts benachrichtigen, wenn Inhalte über Sie im Internet erscheinen. Die Funktion verständigt Sie, wenn Ihr Name oder Ihre E-Mail-Adresse online gepostet werden oder Sie jemand in einem Foto taggt. Gehen Sie von Zeit zu Zeit Ihren Freundeskreis in sozialen Netzwerken, Seiten, bei denen Sie auf "Gefällt mir" geklickt haben, Personen und Gruppen, denen Sie folgen, sowie die von Ihnen abonnierten Newsletter durch und überlegen Sie, ob Sie gegebenenfalls etwas ändern sollten. Freundschaften können zerbrechen, also seien Sie wählerisch, wem Sie Zugang zu Ihren Informationen gewähren. Entfernen Sie gegebenenfalls Personen aus Ihrem Online-Freundeskreis.

4. Schützen Sie Ihre Privatsphäre

  • Achten Sie darauf, dass Privates auch privat bleibt. Bevor Sie persönliche Informationen und Fotos anderer Leute ins Internet stellen, holen Sie vorher die entsprechende Genehmigung ein. Teilen Sie Kennwörter, Benutzernamen und Kontonummern niemand anderem mit.

  • Nutzen Sie Datenschutzfunktionen, um geeignete Zugriffsebenen für Freunde, Familie und die Allgemeinheit festzulegen. Das gilt besonders für Social Media.

  • Bevor Sie eine App herunterladen, prüfen Sie, welche Informationen die App über Sie sammelt und an wen sie diese Daten weitergibt.

  • Besprechen Sie mit Freunden und Familienmitgliedern, welche Inhalte diese über Sie teilen dürfen und was privat bleiben sollte. Respektieren Sie ihre Wünsche ebenfalls. Geben Sie nicht zu viele Informationen preis. Erklären Sie auch Ihren Kindern, welche Konsequenzen es haben kann, wenn sie anderen zu viel über sich mitteilen. Erinnern Sie sie – und sich selbst – daran, dass nichts, was im Internet steht, wirklich privat ist. Diese Website enthält nützliche Ratschläge, wie Sie Teenagern bei der Pflege ihrer digitalen Profile helfen können.

  • Achten Sie darauf, nicht zu viel über Ihre Arbeit zu erzählen, da es sonst passieren könnte, dass sie versehentlich vertrauliche Informationen verraten. Äußern Sie sich niemals negativ über Ihren Chef, Ihre Kollegen oder Ihren Arbeitsplatz.

5. Betreiben Sie Imagepflege

Machen Sie sich auf die Suche nach Ihren digitalen Spuren und ergreifen Sie schnell Maßnahmen, um Ihren digitalen Ruf zu verteidigen. Je eher dies geschieht, desto weniger Schaden entsteht.

  • Löschen Sie alte, inaktive Konten.

  • Bitten Sie Google, unerwünschte Informationen aus Suchergebnissen zu entfernen.

  • Löschen oder verbergen Sie peinliche, kontroverse oder anstößige Inhalte. Anspielungen auf Drogen, diskriminierende Kommentare, unwahre Angaben zu Ihren Qualifikationen, abfällige Bemerkungen über ehemalige Arbeitgeber oder Kollegen – sie alle müssen verschwinden.

  • Wenn Sie von anderen eingestellte Inhalte nicht beseitigen können, bitten Sie die jeweilige Person, den Inhalt zu entfernen oder entsprechend zu berichtigen. Wenn Sie diese Person nicht kontaktieren können oder keine Antwort erhalten, bitten Sie den Website-Administrator, den unerwünschten Inhalt zu entfernen.

  • Wenn Sie es für nötig halten, engagieren Sie einen professionellen Dienstleister, um Ihr Image aufzupolieren. (Googeln Sie einfach nach "Online-Reputation" oder "Online-Ruf" und Ihnen wird eine lange Liste solcher Services angezeigt.) 


6. Veröffentlichen Sie Positives

Pflegen Sie Ihr Online-Image, indem Sie sich von Ihrer besten Seite zeigen. Das sollte dazu beitragen, negative Informationen in Suchergebnissen von der ersten Seite zu verdrängen.

  • Stellen Sie positive, aktuelle und hochwertige Inhalte ein. Erstellen Sie einen Blog oder eine Website unter Ihrem eigenen Namen und schreiben Sie regelmäßig über Dinge, über die Sie gut Bescheid wissen und für die Sie sich begeistern. Beleben Sie das Ganze mit attraktiven Bildern und einem zeitgemäßen Design. Bitten Sie Ihre Leser, Feedback abzugeben.

  • Halten Sie sich über das Zeitgeschehen auf dem Laufenden, damit Sie konstruktive und informierte Kommentare abgeben können. Treten Sie Online-Foren bei.

  • Posten Sie über all die guten Dinge, die Sie tun – etwa darüber, dass Sie für eine gemeinnützige Organisation arbeiten, in der Gemeinde mithelfen, ältere Leute mit Essen zu versorgen, oder eine Fußballmannschaft von Jugendlichen trainieren.

  • Richten Sie ein Profil in einem beruflichen Netzwerk wie LinkedIn ein. Knüpfen Sie dort Kontakte und bitten Sie Menschen, die Ihre Fähigkeiten und beruflichen Erfolge kennen, um Empfehlungen. Schreiben Sie Empfehlungen für Ihre Kontakte und kommentieren Sie deren Beiträge. Halten Sie Ihr Profil mit neuen Leistungen und Erfolgen auf aktuellem Stand. Seien Sie ehrlich und übertreiben Sie nicht.

  • Sie könnten auch Ihren eigenen Domänennamen erwerben und ihn dazu nutzen, Ihre Lebensgeschichte zu verfassen, maßgebende Artikel und Erkenntnisse zu veröffentlichen und interessante (aber nicht zu persönliche) Informationen über sich zu posten.

Lassen Sie nicht nach

Nachdem Sie sich jetzt Ihrer digitalen Blößen entledigt, Ihren Online-Ruf aufpoliert und ein eindrucksvolles und positives Profil aufgebaut haben, sollten Sie den Dingen jetzt nicht wieder ihren Lauf lassen. Bleiben Sie wachsam. Schützen und pflegen Sie Ihre Online-Reputation, damit sie auch weiterhin den gewünschten Eindruck von Ihnen vermittelt.

Seien Sie stolz auf diesen Ruf und behüten Sie ihn.

Dieser Beitrag wurde veröffentlich am Mi Okt 05, 2016 unter digital trends , online security und social media

SIE MÖCHTEN MEHR ERFAHREN?

Folgen Sie uns, um aktuelle Neuigkeiten, Tipps und Updates zu erhalten.